Zusammenfassung:Im Jahr 1940 führt der Krieg Helmut in die Bretagne. Als Teil der Wehrmacht wird er als Arzt in einem Kloster in der Stadt Vannes eingesetzt. Dort begegnet er der jungen Französin Anne-Marie. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leise, vorsichtige Liebe.Währenddessen leben Helmuts Eltern und sein jüngerer Bruder in Deutschland, und wir erleben auch ihre Entbehrungen und Ängste zu Kriegszeiten. Persönliche Meinung:Ich gebe zu, beim Untertitel hatte ich zunächst ein wenig Sorge, dass mir die Geschichte zu kitschig werden könnte. Doch egal, welche Befürchtungen ich hatte oder hätte haben können - keine davon ist eingetroffen.Im Gegenteil: Astrid Lehmann überzeugt nicht nur mit einer angenehmen und bildhaften Schreibweise, auch die Geschichte selbst, die zu großen Teilen auf ihrer Familiengeschichte beruht, ist sehr interessant und fesselnd. Gerade Emil als Kind hat mich sehr berührt, und in der Schilderung seiner Kindheit liegt für mich die größte Stärke dieses Buches.Trotz des ernsten Kriegshintergrunds gelingt es der Autorin, die Landschaft und den besonderen Zauber der Bretagne in die Erzählung einzuweben, ohne dabei abzuschweifen oder die Schilderungen in die Länge zu ziehen. Durch dieses Buch ist mein Wunsch, einmal in diese Gegend zu reisen, auf jeden Fall noch größer geworden. Ich empfehle "Nur ein kurzer Sommer" sehr gerne allen weiter, die leise Liebesgeschichten im historischen Kontext mögen.