Nicht ganz so spannend wie gewohnt...
Harry Adams ist ein riesiger Horrorfilmfan und hat diese Begeisterung an ihren Sohn Gabe weitergegeben, den sie alleine aufzieht. Als sie eine Putzstelle im Haus des berühmten Horrorfilmregisseurs Javier Costillo antritt, ist sie begeistert. Er ist wie sie ein zurückgezogen lebender Mensch, der sich niemandem aufdrängt und ihre Arbeit besteht im wesentlichen daraus, die Requisiten und Kostüme, die er in seinem Haus stehen hat, abzustauben und das leere Haus penibel sauber zu halten. Doch dann hört Harry immer wieder Klopfen und eine Stimme, die um Hilfe zu bitten scheint - könnte das mit dem Zimmer zusammen hängen, das sie nie betreten darf und das immer abgeschlossen ist? Die Geschichte entwickelt leider erst recht langsam den von der Autorin gewohnten Spannungsbogen und sehr lange lesen wir hauptsächlich von Harrys Problemen als alleinerziehende, arme Mutter, die als Schulabbrecherin und ehemalige Obdachlose nur sehr niedrig bezahlte Jobs findet und sich und ihren Sohn sehr mühevoll durchbringt. Als während der Covid Pandemie, zu der die Geschichte spielt, dann noch ihre Möglichkeiten, in der Gastronomie zu arbeiten, fast völlig weg fallen und sie daher auf die Putzstelle in dem gruseligen Haus angewiesen bleibt und ihr auch noch ihr Vermieter kündigt, fühlt man natürlich sehr mit Harry, aber es wurde mir dann doch etwas zu ausufernd, vor allem, weil darunter die eigentliche Geschichte etwas blass blieb.Da ich aber ein Fan der Autorin bin und die Reihe einfach so mag, vergebe ich trotzdem 4 Sterne und hoffe, dass das nächste Buch dann wieder ein Highlight wird!