Buchmeinung zu Jessie Garcia »The Business Trip«
»The Business Trip« ist ein Kriminalroman von Jessie Garcia, der 2025 bei dtv in der Übersetzung von Wolfgang Thon erschienen ist. Der Titel der amerikanischen Originalausgabe lautet »The Business Trip« und ist 2025 erschienen.
Zum Autor:
Jessie Garcia ist eine preisgekrönte Sportjournalistin und war Nachrichtenmoderatorin und -reporterin sowie News Director bei CBS Milwaukee. Sie hat Journalismus an vier Universitäten unterrichtet, mehrere Sachbücher geschrieben und eine Dokumentation produziert. Garcia kommt ursprünglich aus Madison, Wisconsin, hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann, einem Hund und einer Katze in Milwaukee.
Zum Inhalt:
Geschäftsfrau Stephanie ist auf dem Weg zu einem Kongress und die mittellose Jasmine ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund. Beide kennen sich nicht, sitzen aber im Flugzeug in der gleichen Reihe. Kurze Zeit später erhalten ihre Freunde verstörende Nachrichten. Was ist passiert?
Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich lange Zeit gefesselt und in seinen Bann gezogen. Aus wechselnden Perspektiven wird die Flucht der mittellosen Jasmine vor ihrem gewalttätigen Freund erzählt und wie es mit ihr weitergeht. Jasmine wirkt vorerst sympathisch und nimmt eine erstaunliche Entwicklung. Im Gegensatz dazu sind fast alle anderen Figuren sehr einfach gezeichnet, entweder fast edle Ritter oder verabscheuenswerte Kreaturen. Die Handlung ist komplex mit einigen überraschenden Wendungen, aber am Ende hatte ich das Gefühl, dass die Autorin den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss der Geschichte verpasst hat. Gefallen hat mir die Beschreibung der wachsenden Unruhe und Besorgtheit bei Stephanies Nachbar und ihren Kollegen. Jasmine entwickelt eine kaum glaubliche Energie, um ihre Chance auf ein besseres Leben zu nutzen. Ihre Skrupellosigkeit hat mich sehr überrascht. Leider gibt es auch viele Gewaltbeschreibungen in diesem Buch. Das Ende konnte mich nicht überzeugen und mein Lesevergnügen nahm deutlich ab.
Fazit:
Ein grandios startender Krimi, der sein Tempo zunehmend verliert und nicht das passende Ende findet. Deshalb bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten) und kann nur den vorderen Teil des Buches empfehlen.