Seit jeher bringen zwei Schwestern den Winter über das Land: die Große den Sturm mit eisiger Kälte, die Kleine den sanften Schnee, der den Menschen die Nase und die Wangen rötet. Doch vor einigen Jahren verschwand die kleine Schwester ohne jede Spur, und seither sind die Winter hart und traurig.Der zehnjährige Alfred wächst als Waise bei seiner Großmutter auf, der Ältesten des Nebeldorfs. Er liebt es, den anderen Wikingern kleine Streiche zu spielen, aber als sein Onkel Ragnar verschwindet, macht er sich mutig auf die Suche nach ihm und stolpert dabei in spannende Abenteuer, bei denen es plötzlich um mehr geht als bloß darum, seinen Onkel zu finden.Ich habe diese wundervolle Geschichte mit sehr großer Begeisterung gelesen und war verzaubert von der nordischen Sagenwelt mit ihren Göttern und Fabelwesen, die Jolan C. Bertrand in seinem Roman "Die Winterschwestern" aufgegriffen hat. Er erzählt eine spannende und rasante Quest mit liebenswerten Charakteren, die Kindern auf verspielte Art Toleranz gegenüber ihren Mitmenschen beibringen.Das Tüpfelchen auf dem i sind die perfekt in Szene gesetzten Illustrationen von Chevalier Gambette, die das Geschehen der Handlung und die Figuren wunderbar einfangen und das ganze Buch zu einem stimmigen Ganzen machen.Ihr seht, dieser Roman ist nicht nur etwas für Kinder ab 9 Jahren, auch die älteren Semester finden große Freude an dem mitreißenden Fantasyschmöker und sind sehr gut unterhalten - egal, ob sie vor- oder selbst lesen. ¿¿