"Between Fairey Tales - Die weiße Rose" ist das Debüt von Julia Sophie Leer. Als Grundidee hat sich die Autorin das Märchen "Schneeweißchen und Rosenrot" der Gebrüder Grimm ausgeborgt. Die beiden Schwestern wurden, bei Julia, zu erbitterten Rivalinnen, die sich einen langen und heftigen Krieg lieferten. Heute gibt es in dieser magischen Parallelwelt zwei Reiche. Zum einen Alvendell, das blühende Reich der Nachfahren von Schneeweißchen und auf der anderen Seite das düstere Orcadion. In diese Welt, in der unsere Märchen ihre Wurzeln zu haben scheinen, wird die junge Emma hineingeworfen. Sie ist, nach dem Tod ihrer Eltern, zu ihrer Großtante Maggie gezogen. Diese wohnt in einem abgelegenen Cottage in den schottischen Highlands und in ihrer Bibliothek versteckt sich das Portal nach Alvendell. Emma landet an dem Hof der Königin, einer Nachfahrin Schneeweißchens und wird, zusammen mit dem mysteriösen und grimmigen Cayden, Teil einer Truppe die die Aufgabe hat, Schneeweißchen Grabmal aufzusuchen und die magische weiße Rose zu bergen. Auf dieser langen, schwierigen und gefährlichen Mission müssen die Gefährten zahlreiche Rätsel und Fallen meistern. Kann sich Emma in einer Welt, die so fremd und voller Geheimnisse steckt, behaupten? Und was verbirgt Cayden? Ein spannendes und packendes Fantasyabenteuer beginnt.
Mir hat dieses Buch gut gefallen. Das Cover ist wunderschön, richtig magisch. Es gibt eine praktische Karte im Innenteil, sodass man den Weg der Truppe auch bildlich folgen kann. Emma ist eine sympathische Heldin. Sie ist nicht perfekt, gibt aber jeden Tag ihr bestes. Cayden ist mysteriös und scheint Emma nicht zu mögen. Dennoch weicht er ihr nicht von der Seite. Die Dynamik in der Gruppe, generell in der Geschichte, hat mir sehr gut gefallen. Die fantastische Welt ist mit viel Liebe zum Detail erschaffen und die Märchengrundlage zieht sich durch das Buch, ohne das Werk zu erdrücken. An ein, zwei Stellen war das Buch vielleicht nicht ganz rund (Lösungen für Probleme, bei denen mir nicht ganz klar war, wie man auf die Lösung gekommen ist). Die Geschichte hat mich aber so gefesselt, dass es mir egal war. Das Einzige was mir aufgefallen ist war, dass Emmas Geschichte 1954 beginnt. Ihre Art zu denken ist von der Wortwahl sehr modern. Wenn man aber die klitzekleine 1954 unter dem ersten Kapitel einfach ignoriert ist das gar kein Problem :).
Ich bin sehr gespannt wie die Reise von Emma und Cayden und auch von Julia Sophie Leer weitergeht und möchte den nächsten Band auf jeden Fall lesen.
Ein wirklich magisches und märchenhaftes Fantasy-Buch.