Eine originelle Monarchie-Idee mit viel Palastdrama, aber zu viele Figuren und die Erzählperspektive haben meinen Lesefluss gebremst.
Achtung Spoiler: American Crown - Beatrice & Theodore von Katharine McGee startet mit einer wirklich außergewöhnlichen Idee: Was wäre, wenn die USA bis heute eine Monarchie wären? Dieses Konzept fand ich von Anfang an richtig kreativ und hat mich neugierig gemacht.Der Einstieg war allerdings etwas schwierig. Durch die vielen Figuren und Perspektiven war ich anfangs ziemlich verwirrt. Mit der Zeit findet man zwar gut in die Geschichte hinein, aber was mich tatsächlich bis zum Schluss gestört hat, war die Erzählerperspektive. Ich lese normalerweise Bücher in der Ich-Perspektive und hatte deshalb das Gefühl, nie ganz so nah an den Charakteren zu sein.Von den vier Protagonistinnen mochte ich Nina mit Abstand am liebsten. Ihre Geschichte hat mich am meisten interessiert und ihre Beziehung zu Jefferson war für mich definitiv das Highlight des Buches. Daphne hingegen war meine mit Abstand unbeliebteste Figur. Durch ihre Perspektive konnte ich ihre Beweggründe zwar teilweise nachvollziehen, sympathischer gemacht hat sie sie für mich aber trotzdem nicht.Beatrices Entscheidung, sich für ihre Pflicht und gegen Connor zu entscheiden, konnte ich grundsätzlich verstehen. Trotzdem tat sie mir dabei unglaublich leid und ich hätte ihr etwas anderes gewünscht. Connor mochte ich dafür richtig gerne und hätte seine Geschichte am liebsten noch viel mehr verfolgt.Das Liebesdreieck rund um Samantha, Teddy und Beatrice fand ich dagegen eher unnötig. Ich konnte Samanthas Gefühle zwar komplett nachvollziehen, gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass sie ihre Schwester an manchen Stellen etwas mehr versteht.Auch die Darstellung der Medien und des öffentlichen Drucks auf Nina fand ich sehr realistisch. Gerade dieser Teil hat gezeigt, wie schwierig ein Leben in der Öffentlichkeit sein kann.Insgesamt hat mich das ganze Palastdrama gut unterhalten, aber es war trotzdem nicht hundertprozentig mein Fall. Der Cliffhanger am Ende war allerdings stark und hat definitiv Lust auf Band 2 gemacht.Am meisten gespannt war ich nach diesem Band darauf, wie es mit Nina und Jefferson weitergeht.