Die Pfeiler der Macht

Roman. Originaltitel: A Dangerous Fortune.
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Das Haus Pilaster, eine der angesehensten Bankiersfamilien Londons, wird insgeheim von der schönen Augusta beherrscht. Hinter einer Fassade der Wohlanständigkeit treibt sie rücksichtslos ihre ehrgeizigen Pläne voran, die schon bald das Fundament des … weiterlesen
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Die Pfeiler der Macht als eBook epub

Produktdetails

Titel: Die Pfeiler der Macht
Autor/en: Ken Follett

EAN: 9783838703381
Format:  EPUB
Roman.
Originaltitel: A Dangerous Fortune.
Familiy Sharing: Ja
Übersetzt von Christel Rost, Till R. Lohmeyer
Lübbe

13. Juli 2010 - epub eBook

Kurzbeschreibung

Das Haus Pilaster, eine der angesehensten Bankiersfamilien Londons, wird insgeheim von der schönen Augusta beherrscht. Hinter einer Fassade der Wohlanständigkeit treibt sie rücksichtslos ihre ehrgeizigen Pläne voran, die schon bald das Fundament des Finanzimperiums erschüttern und die Pfeiler der Macht ins Wanken bringen. Wird es Hugh Pilaster gelingen, den drohenden Ruin des Bankhauses abzuwenden und damit sein eigenes Lebensglück und das vieler anderer Menschen zu retten?

Portrait

Ken Follett war erst 27 Jahre alt, als er den Thriller "Die Nadel" schrieb, der sowohl zu einem internationalen Bestseller als auch zu einem großen Kinofilm wurde. Seine Thriller "Eisfieber" und "Der dritte Zwilling" wurden ebenso auf Anhieb zu Welterfolgen. Der Name 'Ken Follett' entwickelte sich mit der Zeit zum Synonym für hochwertige Kriminalliteratur voller prickelnder Spannung. Den Sprung in den Olymp der absoluten Top-Autoren schafft Follett mit seinem historischen Roman "Die Säulen der Erde". Dieser wird zur Nr. 1 in den USA, Kanada, Großbritannien und Italien und hält sich sechs Jahre lang auf der deutschen Bestsellerliste.

Leseprobe

Prolog

Mai 1866

An jenem Tag, an dem die Tragödie ihren Lauf nahm, standen alle Schüler der Windfield School unter Hausarrest und durften ihre Zimmer nicht verlassen.

Es war ein heißer Samstag im Mai. Normalerweise hätten sie den Nachmittag auf dem Rasen im Süden des Internats verbracht, wo die einen Cricket gespielt und die anderen ihnen vom schattigen Saum des Bischofswäldchens aus zugesehen hätten. Aber es war ein Verbrechen geschehen. Vom Schreibtisch Mr. Offertons, des Lateinlehrers, waren sechs Goldmünzen gestohlen worden, und alle Schüler standen unter Verdacht. Bis zur Entlarvung des Diebes mußten die Jungen in ihren Zimmern bleiben.

Micky Miranda saß an einem Tisch, in den schon Generationen gelangweilter Schulbuben ihre Initialen geritzt hatten, und blätterte in einer Regierungsbroschüre mit dem Titel Ausrüstung der Infanterie. Gewöhnlich faszinierten ihn die Abbildungen von Schwertern, Musketen und Gewehren, doch heute war es so heiß, daß er sich nicht konzentrieren konnte. Ihm gegenüber, auf der anderen Seite des Tisches, sah sein Zimmergenosse Edward Pilaster von seinem Lateinheft auf. Er war gerade dabei, Mickys Tacitus-Übersetzung abzuschreiben. Mit einem tintenbeklecksten Finger deutete er auf die Vorlage und sagte: Das Wort da kann ich nicht lesen.

Micky sah sich das Wort an. Decapitated, enthauptet, sagte er. Im Englischen das gleiche Wort wie im Lateinischen: decapitare. Latein fiel ihm leicht, was daran liegen mochte, daß viele Wörter im Spanischen ganz ähnlich klangen. Spanisch war Mickys Muttersprache.

Edwards Feder kratzte wieder übers Papier. Von Unruhe getrieben, stand Micky auf und trat ans offene Fenster. Kein Windhauch war zu spüren. Sehnsüchtig sah er über den Stallhof zu den Bäumen hinüber. Am Nordrand des Bischofswäldchens lag ein verlassener Steinbruch mit einem schattigen Teich. Das Wasser dort war kalt und tief 

Komm, gehn wir
schwimmen, sagte er unvermittelt.

Geht nicht, gab Edward zurück.

Geht doch, wenn wir durch die Synagoge rausgehen. Die Synagoge war das Zimmer nebenan, das sich drei jüdische Schüler teilten. In Windfield wurde Religion undogmatisch unterrichtet, man tolerierte jeden Glauben, weshalb das Internat für jüdische Eltern ebenso akzeptabel war wie für Mickys katholischen Vater und Edwards Eltern, die sich zum Methodismus bekannten. Allerdings hatten jüdische Schüler  tolerante Schulpolitik hin oder her  immer unter einem gewissen Maß an Hänseleien zu leiden. Wir steigen in der Synagoge durchs Fenster, springen aufs Waschhausdach, klettern auf der Giebelseite vom Stall runter und schleichen uns in den Wald.

Edwards Blick verriet, daß er Angst hatte. Wenn du erwischt wirst, setzts den Rohrstock!

Der Rohrstock war ein harter Eschenknüppel, den Dr. Poleson, der Direktor, schwang. Zwölf schmerzhafte Hiebe waren die Strafe für Entweichen aus dem Arrest. Micky hatte die Prügelstrafe schon hinter sich  wegen verbotenen Glücksspiels , und ihn schauderte allein bei dem Gedanken daran. Aber die Gefahr, heute erwischt zu werden, war nicht groß  wohingegen die Vorstellung, die Kleider abzustreifen und nackt ins Wasser zu springen, äußerst verführerisch war. Micky glaubte schon fast, das kühle Naß auf seiner verschwitzten Haut zu spüren.

Er betrachtete seinen Zimmergenossen. Der war nicht besonders beliebt hier: zu faul, um ein guter Schüler, zu plump, um sportlich zu sein, und viel zu eigensüchtig, um sich Freunde zu machen. Edwards einziger Freund war er, Micky, und Edward mochte es überhaupt nicht, wenn Micky mit anderen Jungen loszog. Ich frag mal Pilkington, ob er mitmacht, sagte Micky und ging zur Tür.

Nein, laß das, widersprach Edward nervös.

Warum denn nicht? fragte Micky. Du bist einfach viel zu feige.

Ich bin nicht zu feige, behauptete Edward nicht sonderlich überzeugend. Ich muß noch Latein mac
hen.

Dann machs. Ich gehe solange mit Pilkington schwimmen.

Einen Augenblick lang schien Edward auf seinem Standpunkt beharren zu wollen, doch dann gab er klein bei. Na schön, ich komme mit, sagte er widerwillig.

Micky spähte zur Tür hinaus. Gedämpfte Geräusche erfüllten das Haus, doch im Gang ließ sich weit und breit kein Lehrer blicken. Micky schoß hinaus und verschwand im angrenzenden Zimmer. Edward folgte ihm auf den Fersen.

Tag, ihr Hebräer, grüßte Micky.

Zwei Jungen, die am Tisch Karten spielten, streiften ihn nur mit einem kurzen Blick und vertieften sich wieder in ihr Blatt, ohne ein Wort zu verlieren. Der dritte, Fatty Greenbourne, aß gerade Kuchen. Seine Mutter schickte ihm ständig Freßpakete. Tag, ihr beiden, sagte er liebenswürdig. Stückchen Kuchen gefällig?

Himmel, Greenbourne! Du mästest dich wie ein Schwein, tadelte Micky.

Fatty zuckte nur mit den Schultern und mampfte ungerührt weiter. Da er nicht nur Jude, sondern auch dick war, wurde er noch mehr gehänselt als die anderen, aber es schien ihm nichts auszumachen. Sein Vater, so hieß es, war der reichste Mann der Welt. Vielleicht ist Fatty deshalb so unangreifbar, dachte Micky.

Er ging zum Fenster, riß es auf und sah sich draußen um. Der Stallhof lag verlassen da.

Was habt ihr vor, ihr zwei? fragte Fatty.

Schwimmen gehen, sagte Micky.

Das gibt ne Tracht Prügel.

Ich weiß, sagte Edward, und es klang ziemlich kläglich.

Micky schwang sich aufs Fensterbrett, robbte rückwärts und ließ sich dann auf das nur ein paar Zentimeter tiefer liegende Schrägdach des Waschhauses fallen. Er meinte, eine Schieferpfanne knacken zu hören, doch das Dach hielt. Als er aufblickte, sah er Edwards ängstliche Miene im Fenster. Komm schon! raunte er ihm zu, kletterte das Dach hinunter, fand ein Abzugsrohr und ließ sich daran zu Boden gleiten. Eine Minute später landete Edward neben ihm.

Micky spähte um die Ecke. Kein Mensch war zu s
ehen. Er fackelte nicht lange und flitzte über den Hof in den Wald. Erst als ihn die Bäume so weit verbargen, daß er sicher war, von den Schulgebäuden aus nicht mehr gesehen zu werden, machte er halt und holte Luft. Gleich darauf tauchte Edward neben ihm auf.

Geschafft! sagte Micky. Kein Mensch hat uns gesehen.

Sie schnappen uns bestimmt, wenn wir zurückkommen, maulte Edward.

Micky lächelte. Mit seinem glatten Blondhaar, den blauen Augen und der großen Nase, die wie eine breite Messerklinge wirkte, war Edward ein Engländer wie aus dem Bilderbuch. Er war ein großer Junge mit breiten Schultern, stark, aber unbeholfen. Er besaß keinerlei Stilgefühl, und entsprechend schlecht saßen seine Kleider.

Beide Jungen waren gleichaltrig, nämlich sechzehn, doch damit erschöpften sich ihre Gemeinsamkeiten auch schon: Micky mit seinem dunklen Lockenschopf und seinen dunklen Augen war peinlichst genau auf seine Erscheinung bedacht. Unordentlichkeit oder gar Schmutz waren ihm verhaßt.

Kein Vertrauen, Pilaster? stichelte Micky. Hab ich nicht immer gut auf dich aufgepaßt?

Edward grinste besänftigt. Schon gut. Los jetzt!

Sie schlugen einen kaum sichtbaren Pfad durch den Wald ein. Unter dem Laubdach der Buchen und Ulmen war es angenehm kühl, und Micky fühlte sich allmählich besser. Was machst du in den Sommerferien? fragte er Edward.

Im August sind wir immer in Schottland.

Habt ihr eine Jagdhütte dort? fragte Micky. Er hatte die Ausdrucksweise der englischen Oberschicht aufgeschnappt und wußte, daß Jagdhütte selbst dann die korrekte Bezeichnung war, wenn es sich dabei um ein Schloß mit fünfzig Zimmern handelte.

Wir mieten eine, erwiderte Edward. Aber wir gehen nicht jagen. Mein Vater hat für Sport nicht viel übrig, weißt du.

Micky erkannte den abwehrenden Ton in Edwards Stimme und fragte sich, was er bedeuten mochte. Er wußte, daß sich die englische Aristokratie im August auf der Vogeljagd und den Winter über au
f der Fuchsjagd vergnügte. Er wußte außerdem, daß kein Aristokrat seine Söhne nach Windfield schickte. Die Väter der Windfield-Eleven waren keine Grafen und Bischöfe, sondern Geschäftsleute und Ingenieure, Männer also, die keine Zeit zu verschwenden hatten, weder aufs Jagen noch aufs Schießen. Die Pilasters waren Bankiers, und wenn Edward sagte, sein Vater hätte nicht viel übrig für Sport, so gab er damit indirekt zu, daß seine Familie nicht gerade zu den oberen Zehntausend zählte.

Daß die Engländer Müßiggängern mehr Respekt entgegenbrachten als arbeitenden Menschen, war ein Umstand, der Micky immer wieder aufs neue amüsierte. In seinem eigenen Land hatte man weder vor ziellos dahintreibenden Adligen noch vor hart arbeitenden Geschäftsleuten Respekt. Dort achtete man nur die Macht. Was mehr konnte ein Mann begehren, als Macht über andere zu besitzen  die Macht, zu ernähren oder verhungern zu lassen, die Macht, einzukerkern oder zu befreien, zu töten oder am Leben zu lassen?

Wie stehts mit dir? fragte Edward. Wo verbringst du denn den Sommer?

Auf diese Frage hatte Micky nur gewartet. In der Schule, lautete seine Antwort.

Hier? Soll das heißen, daß du die ganzen Ferien über in der Schule...


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