Ein Frühling zum Tanzen von Kristin Emilsson ist der dritte Band ihrer skandinavischen Wohlfühlreihe, die auf Gotland spielt.
Julia und Petter sind glücklich in Stockholm, aber zu Petters Ärger steht ein neuer Aufenthalt auf Gotland an. Seine Exfrau heiratet dort ihre neue große Liebe und will endlich ihre persönliche Traumhochzeit feiern. Doch all die stressigen Hochzeitsvorbereitungen fordern ihren Tribut und so versinkt die vermeintliche Traumhochzeit bald im Chaos. Dazu kommen die kommunikativen Missverständnisse in der neuen Patchwork-Familie, die schnell zu ernsten Konflikten anwachsen. Das bringt sogar die glückliche Beziehung von Petter und Julia ins Wanken und das soll nicht die einzige emotionale Baustelle auf Gotland bleiben. Das Leben stellt alle vor neue Herausforderungen und es muss sich zeigen, wer diese meistern kann.
Bei dieser cosy Feel-Good-Reihe von Kristin Emilsson sind alle Charaktere eigentlich eine große Familie und man fühlt sich nach wenigen Seiten wie Zuhause. Wie auch im echten Leben läuft aber auch in dieser Familie nicht immer alles glatt und so knirscht es gewaltig, wenn auch noch eine stressige Hochzeitsplanung dazukommt.
Der warmherzige Schreibstil liest sich sehr gut und erneut dürfen wir die Geschichte aus mehreren Perspektiven lesen. So bekommt man einen direkten Einblick in die Gefühle und Beweggründe, aber man sieht auch frühzeitig, wenn sich Katastrophen und Missverständnisse anbahnen.
Die Autorin mixt Alltagsprobleme mit ernsteren Problemen, aber auch mit Humor, wie zum Beispiel der Bastelabend von Petter in der Grundschule, bei dem wahrscheinlich alle Eltern mitleiden können.
Das Buch ist jetzt nicht unbedingt der Pageturner und die Dramen sind eher alltäglich und realitätsnah. Es fühlt sich eben an, wie ein Familienbesuch, bei dem ja auch nicht alles rosarot ist. Gotland versprüht seinen idyllischen Charme, den man aber mögen muss.
Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!