Rezension | "Die Nacht des Blutadlers" - Marc VoltenauerIn diesem 3. Band des Autors Marc Voltenauer aus dem Emons Verlag reist der Kriminalkommissar Andreas Auer auf die schwedische Insel Gotland, hat er doch jüngst erfahren, das er adopiert wurde und schwedische Wurzeln hat. Bei seinen Nachforschungen stößt er nicht nur auf Familiengeheimnisse, sondern auch auf einen fast 40 Jahre zurück liegenden grausamen Mord an mehreren Personen und sieht sich dabei einer Wand des Schweigens gegenüber. Niemand will etwas über grausame Wikingerrituale wissen.Der Krimi auf Gotland mit seinen zahlreichen alten Wikingerplätzen, der Suche Auers nach seiner Identität und einem spannenden Cold-Case-Fall hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil erzeugt eine athmosphärisch dichte und komplexe Geschichte. Kommissar Auer wird hineingezogen in diesen großen ungeklärten Mordfall je weiter er in seine eigene Vergangenheit vordringt.Besonders gelungen finde ich die zahlreichen involvierten Personen, denen der Autor Tiefe, Authentizität und Glaubwürdigkeit verleiht. Auch wenn der Autor an einigen Stellen einen Überblick über die Personen gibt, sollte man sich von Anfang doch lieber ein Personenregister erstellen.Der Krimi lebt von der großartigen, aber ruhigen, und doch Spannung erzeugenden Schreibweise.Für mich ist er ein atmosphärisch starker Kriminalroman mit spannenden Ermittlungen und emotionaler Tiefe.¿ 5 von 5 Sternen - für alle, die intelligente und stimmungsvolle Krimis lieben.