
»Um zu zeigen, welche Probleme den Menschen aufgegeben sind und wie sie diese bewirtschaften, bin ich in vielen Jahren immer wieder auf Schleswig-Holstein zurückgekommen. Die Nähe ermutigte mich, die Vertrautheit schien meine Wahl zu rechtfertigen. «
Im Winter 1940/41 erlebt Siegfried Lenz als vierzehnjähriger Schüler zum ersten Mal Schleswig-Holstein. Das Land lässt ihn seitdem nicht mehr los. Die Novellen
Das Feuerschiff und
Schweigeminute spielen hier, und irgendwo zwischen Kiel und Aabenraa liegt sein erfundenes Dorf Bollerup. Sein wichtigster Roman
Deutschstunde ist ohne die Landschaft der Westküste und ihre Menschen nicht denkbar.
Schleswig-Holstein wird für Lenz zu einer zweiten Heimat: Er zieht nach dem Krieg im Dienst der britischen Besatzer und später als Wahlkämpfer bei Landtagswahlen durchs Land. Er angelt in den holsteinischen Seen und fischt auf der Flensburger Förde. Schließlich findet Siegfried Lenz in Tetenhusen einen Rückzugsort, an dem er in Ruhe schreiben kann. Fast 75 Lebensjahre umspannt die Geschichte von Lenz und seinem erlebten und erzählten Schleswig-Holstein.
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