Das Buch Nachtfunke ist der Auftakt einer Fantasy-Dilogie und mein erstes Buch, das ich von der Autorin Marion Hübinger lese.Der Schreibstil gefiel mir gut, es gab bildlich beschriebene Szenen und gute Darstellungen zu den drei Völkern, um die es im Buch hauptsächlich geht und deren Umfeld. Die Geschichte wurde überwiegend aus der Sicht des Laxis Kriegers Fino geschrieben, es gab aber auch Passagen aus der Sicht der Seherin, die man im Laufe des Buches noch kennenlernt.Fino gefiel mir vom Charakter her sehr gut. Er ist der Kriegerhauptmann der Laxis und wurde zu diesem ausgebildet. Er ist mutig, handelt aber meist mit bedacht und hat eine nachdenkliche Art an sich. Er ist loyal seinen Leuten gegenüber, hatte es in seiner Vergangenheit aber nicht immer leicht. Sein Charakterbild ist authentisch und gut gezeichnet. Leider blieben im Gegensatz zu ihm die anderen Charaktere im Buch für mich persönlich etwas zu blass. Hier hätte ich mir eben wie bei Fino ein bisschen mehr Tiefe gewünscht.Die Story an sich hatte einen guten Spannungsbogen, obwohl dieser erst gegen Ende des Buches so richtig anstieg. Fino ist ein Krieger der Laxis und lebt in den Moragen. Man erlebt also eine sehr naturbelassene Welt mit Bergen und Tälern. Ich konnte mir diese sehr gut vorstellen und mochte die Landschaften und auch das Leben in den Stämmen, die die Autorin beschrieben hat, sehr gerne. Die Stämme befinden sich in einer Zeit des Friedens, welche aber durch den Stamm der Thuns bedroht wird. Welche Auswirkungen dies auf Fino und seinen Stamm hat und wie die Seherin Elin damit in Verbindung steht, müsst ihr selbst erfahren.Alles in allem gefiel mir das Buch gut. Es gibt Spannung und einige Kämpfe zu erleben, aber auch Themen wie Freundschaft, Traditionen und die Lebensweise der verschiedenen Völker wurden gut in die Story integriert. Ich vergebe dem Buch daher vier Sterne.