Ich habe nicht mit einem Konzept angefangen. Ich habe mit mir selbst angefangen.
Irgendwann begann ich, mein eigenes Angstprogramm zu hinterfragen. Zu verstehen, dass das, was ich für meinen Charakter hielt - der innere Antreiber, die Unruhe, der Druck - ein altes Kontrollmuster war. Ein Lügengebilde. Ich nenne es den Kobold.
Das war mein Paradigmenwechsel. Er kam nicht über Nacht. Er brauchte mehrere Anläufe, viele Umwege - und die ehrliche Bereitschaft, hinzuschauen.
Seit über zwanzig Jahren arbeite ich mit Menschen, die unter Verspannungen, Schmerzen und chronischer Erschöpfung leiden. Mit der Zeit hat sich meine Arbeit verändert - weil ich mich verändert habe. Heute vermittle ich, wie man diesen inneren Kobold erkennt. Und wie man ihn vom Fahrersitz des eigenen Lebens schiebt.
Martin Juch lebt und arbeitet in Wien.