Der Tuchhändler von Lennep

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Der Tuchhändler von Lennep
"Es ist wieder passiert!", stammelte der Büttel und schnappte nach Luft. - Ein perverser Mörder treibt im Jahre 1324 vor den Toren Lenneps sein Unwesen und versetzt die friedliche Hansestadt in Angst und Schrecken. Ausgerec … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Der Tuchhändler von Lennep
Autor/en: Peter vom Falkenberg

EAN: 9783943886726
Format:  EPUB
Bergischer Verlag

1. Januar 2014 - epub eBook - 320 Seiten

Beschreibung

Der Tuchhändler von Lennep
"Es ist wieder passiert!", stammelte der Büttel und schnappte nach Luft. - Ein perverser Mörder treibt im Jahre 1324 vor den Toren Lenneps sein Unwesen und versetzt die friedliche Hansestadt in Angst und Schrecken. Ausgerechnet jetzt müssen der Tuchhändler Tilmann Wüllenweber und weitere angesehene Kaufleute zu ihrer jährlichen Handelsreise ans Ostmeer aufbrechen. Frauen und Kinder bleiben allein zurück.
Erleben Sie hautnah, was unseren Reisenden widerfährt, aber auch, wie sich Tilmanns tapfere Ehefrau und der Medicus des Ortes dafür einsetzen, einen schrecklichen Justizirrtum aufzuklären.
Kurz bevor die überlebenden Reisenden zurückkehren, geschieht das Unfassbare, das Lennep für immer verändert ...

Leseprobe

Kapitel 2


Ungewöhnliche, aufdringliche Geräusche drangen in der Früh über den Alter Markt. Quietschende Fuhrwerke und laute Rufe der Fahrer waren zu hören. Zügel schlugen auf Pferderücken. Die Kaufleute und Händler waren damit beschäftigt, die Wagen in einer Reihe aufzustellen. Karl und Jacub brachten Tilmanns Pferde. Die beiden hatten den Tieren bereits das Kummetgeschirr umgelegt. Das Kumt musste den Pferden entsprechend angepasst werden, damit keine Druckstellen entstanden. Jedem Pferd wurde der passende Wagen zugeteilt; danach wurden die Tiere eingespannt. Den ersten Wagen übernahm Tilmann, gefolgt von Jacub und Robert Frauenknecht. Dahinter reihten sich Heinrich Kottsieper und Ulrich Stute mit ihren Wagen ein. Hufgeklapper schallte durch die Gassen der Stadt, und wie aus dem Nichts waren auch schon die Wachsoldaten auf ihren Pferden da, angeführt von einem jungen Ritter: Wentzel von Reinhardhausen, einem Sprössling mittleren Adels, der im Dienste des Grafen stand. Er stieg von seinem Pferd.

„Wer von den anwesenden Herren, bitte, ist Tilmann Wüllenweber?“ – „Das bin ich, Herr Ritter“, er gab ihm die Hand. „Wir sind euer Begleitschutz von der Burg Neuenberge, sechs Wachsoldaten und meine Wenigkeit“, lachte Wentzel.

„Gut, wir können auch gleich aufbrechen. Wie teilt ihr eure Leute ein?“, fragte Tilmann.

„Oh, an jeder Flanke drei Soldaten, und ich übernehme die Spitze.“ – „Ich sitze im ersten Wagen, dann reitet ihr neben mir“, sagte Tilmann zu dem Ritter.

Langsam versammelten sich die zurückbleibenden Familienmitglieder, um sich von ihren Männern und Vätern für längere Zeit zu verabschieden. Anneliese war ebenfalls mit den Kindern anwesend und stand an einem der Wagen.

Völlig überraschend stand der Pfarrer neb
en ihnen. „Die verehrte Frau Tilmann. Ich grüße euch, möchtet euch sicherlich von eurem Gatten verabschieden“? Der Pfarrer gab ihr die Hand und drückte anschließend auch Tilmanns Hand, dann eilte er zu den anderen Männern.

Verwundert sah Tilmann seine Frau an: „Wenn der einem die Hand gibt, dann fühlt sich das schwammig, fettig und schwächlich an, so, als würde man eine Rolle Pergament drücken“. „Psst, nicht so laut, immerhin ist er unser Gottesdiener!“, flüsterte Anneliese.

Tilmann ging auf seine Frau zu und nahm sie in die Arme. „So, mein Hase, pass gut auf dich auf, ich werde dir etwas Schönes aus Lübeck mitbringen, den Kindern natürlich auch.“ Dann drückte er noch seine kleine Maria und seinen Sohn Simon. „Und du gibst auf die Familie acht!“, sagte er zu seinem Sohn. „Ja, Vater, aber nächstes Jahr reise ich mit, und Jacub kann hierbleiben.“ – „Versprochen ist versprochen“, sagte Tilmann. Er wollte gerade seinen Wagen besteigen, da erblickte er den Medicus Gerold vom Steinberg; er drehte sich noch einmal um und ging auf ihn zu: „Alter Freund der Familie! Du könntest mir in diesen verbrecherischen Tagen einen großen Gefallen erweisen, indem du während meiner Abwesenheit dann und wann bei meiner Familie vorbeisehen könntest.“

„Natürlich mache ich das, Tilmann; hab keine Sorgen und komm heil bei Leib und Seele wieder zurück!“ Dann klopfte er ihm auf die Schulter.

Es blieb zunächst noch trocken, als die Wagenkolonne die Stadt Lennep durch das Kölner Tor verließ. Es war ein kleiner Umweg, denn durch das Schwelmer Tor wären sie direkt auf den Heerweg gekommen, aber der Anstieg zum Schwelmer Tor hin war recht steil und mit ihren schweren Ladungen wollten sie eventuelle Probleme vermeiden. Verschoben
e Waren oder das Wegrutschen der Räder konnten sie zu Beginn ihrer Reise nicht gebrauchen. Hinter dem Kölner Tor schlugen sie einen Bogen ein und fuhren in nördlicher Richtung um Lennep herum. Sie kamen an den alten Teichen vorbei, die als Viehtränke dienten und deren Wasser im Notfall zum Löschen von Bränden benutzt wurde. Hier hatte sich ihr Pfarrer Rufus von Bechen positioniert, um die Reisenden zu segnen. „Der Herr sei mit euch“, rief er und schlug das Kreuz.

Zunächst durchquerten sie die sich vor ihnen ausbreitenden Hafer- und Roggenfelder. Teilweise hatten die Bauern sie schon abgeerntet. Es wehte ein leichter Wind, sodass die ersten gelb-rötlichen Blätter umherwirbelten. Einige davon flatterten durch Tilmanns Gesicht. „Das muss von den Birken kommen“, dachte er. Den ganzen Vormittag fuhren sie ohne Pause durch, bis sie um die Mittagszeit eine Rast einlegten. Tilmann kannte die Wegstrecke bis zur Hansestadt Lübeck recht gut von seinen vorherigen Fahrten. In der Regel steuerte er immer die gleichen Rast- und Übernachtungsplätze an.

Der junge Ritter Wentzel, der fortwährend neben ihm ritt, war ihm durch längere Unterhaltungen sehr sympathisch geworden. Er hielt Ausschau nach allen Seiten, manchmal ritt er ein Stück voraus, um dann wieder zur Wagenkolonne zurückzukehren.

„Alles ruhig, kann nichts Außergewöhnliches feststellen.“

„Dort drüben können wir eine kurze Rast machen, etwas essen und die Pferde am Bach tränken.“ Wentzel winkte seinen Leuten den Weg, und die Fuhrwerke bogen rechter Hand auf einen freien Platz. Es hatte sich schon gut eingespielt.

Die Soldaten patrouillierten entlang der Flanken, um nach Gesindel Ausschau zu halten. Sie trugen Schwerter, Dolche und Speere bei sich. An den Flanken der Pferde hatten sie ihre Schilde befestigt, auf denen sich die Wappen des G
rafen befanden. Es war der rote, auf den Hinterbeinen stehende Löwe mit einer blauen Krone. Heinrich der Löwe hatte ihn seinerzeit als Graf von Limburg und Berg mitgebracht. Auf den Köpfen trugen die Soldaten einen Normannenhelm mit Brünne und Nasenschutz, am Körper über ihrem Gambeson ein Kettenhemd und darüber den Wappenrock. Am vorderen Teil des gepolsterten Holzsattels hingen ihre Trinkhörner. Zwei der Soldaten waren außerdem noch mit Pfeil und Bogen ausgerüstet. Nachdem sie selber eine Kleinigkeit gegessen hatten und die Pferde versorgt waren, machten sie sich erneut auf den Weg.

Die meiste Zeit war der Pfad etwa zwei Lanzen breit. Wurde er etwas enger, schlugen ihnen Äste und Sträucher ins Gesicht. Hier und da gab es etwas ausladende Stellen, wo man entgegenkommenden Fuhrwerken ausweichen konnte. Vereinzelt nur kamen ihnen kleine Gespanne entgegen, Händler, die in entgegengesetzter Richtung unterwegs waren. Sicherlich wollten die meisten nach Colonia oder nach Huckengeswage und Weperevorthe, vielleicht ja auch nach Lennep. Aber es war sehr ruhig auf dem Heerweg. Möglicherweise lag es an der späten Jahreszeit, dass die Händler mit den größeren Fuhrwerken, die weitere Strecken befahren, ihre Reise auf das nächste Frühjahr verlegt hatten.

Am Abend bauten sie ihre kleinen Zelte auf, um die erste Nacht im Freien zu verbringen. Für die Unterkunft und Verpflegung der Soldaten mussten die Händler sorgen. „Such Holz und entfache ein Feuer, dann hol den Grapen vom Wagen und stelle ihn über die Flamme“, ordnete Tilmann an und stieß dabei Jacub mit der Hand in die Seite. Dieser eilte sofort mit einem anderen Reisigen los. Als das Wasser im Grapen kochte, füllte Tilmann es mit Gemüse und einem Stück Fleisch auf. „Heute gibt es zur Vesper nur eine kräftige Suppe; morgen, wenn wir eine größer
e Stadt erreichen, essen wir in einem Gasthof.“ Bis zum Dunkelwerden saßen sie noch gemeinsam am Feuer und unterhielten sich, dann verzogen sie sich in ihre Zelte. Zwei der Begleitsoldaten hielten während der Nacht abwechselnd Wache, die anderen schliefen ebenfalls in den für sie mitgenommenen Zelten.

Am nächsten Tag erreichten sie Dortmund an der Königs- oder Heerstraße, wie sie vom Volk genannt wurde. Als sie an der Stadt vorbeifuhren, fiel Tilmann etwas Wichtiges ein. In einem Gasthof war er vor einigen Jahren einmal fürchterlich betrunken gewesen. Mit mehreren Hanse-Händlern hatten sie auf die guten Geschäfte angestoßen. Tilmann sah zu Wentzel herüber, der neben ihm ritt. „Die Stadt Dortmund ist eine der Städte, die das Braurecht für Bier besitzen, und das ist verdammt gut. Ich spreche da aus Erfahrung. Auf dem Rückweg sollten wir hier eine Rast einlegen, um von dem guten Gesöff zu kosten“, sagte er und lachte. „Dagegen ist nichts einzuwenden. Wie oft habt ihr die Strecke denn schon befahren?“, wollte Wentzel wissen. „Ich weiß es nicht mehr so genau, an die sieben oder acht Mal bestimmt, vielleicht auch öfters. Für meinen Sohn Jacub und für Robert Frauenknecht ist es aber das erste Mal, dass sie dabei sind“, erklärte Tilmann dem Ritter. Kurz hinter Dortmund fuhren sie auf den Platz eines Gasthauses, wo sie zu Abend aßen und über Nacht blieben.

„Schieb dir ein Fell unter den Hintern, sonst wird er von dem Gepolter des Fuhrwerkes wund, dann werden die letzten Tage ein Fiasko für dich werden!“, rief er seinem Sohn zu. Der winkte nur ab und meinte: „Geht schon, Vater.“

„Nach spätestens zwei weiteren Tagen wird der sich wundern“, sprach Tilmann zu sich selbst.

In der Ferne sahen sie gegen Mittag eine Stadt mit einer Befestigungsanlage, von
einer riesigen Ringmauer umgeben.

„Dort drüben“, erklärte Tilmann, „ist die Stadt Münster, praktisch ein Vorort der Deutschen Hanse. Regelmäßig findet dort ein Markt statt. Sie haben einen sehr schönen Marktplatz, und rundherum stehen kostbare Häuser, alle aus Stein gebaut. In dieser Stadt ist durch den Handel der wahre Wohlstand ausgebrochen.“

„Was mir aufgefallen ist“, sagte Wentzel, der die Reise zum ersten Mal machte, „dass es hier überhaupt keine Hügel oder Berge mehr gibt.“

„Mein junger Ritter, die wirst du bis zum Meer auch nicht mehr sehen, nur noch...


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