Beautiful Venom hat mich sofort in diesen dunklen, intensiven Strudel gezogen, den Rina Kent so meisterhaft erschafft. Es ist eine Geschichte, die nicht um Erlaubnis bittet, sondern einen direkt mitnimmt in eine Welt voller Macht, Obsession und dieser verbotenen Anziehung, bei der man weiß, dass sie gefährlich ist, und trotzdem jede Seite verschlingt.
Die Protagonistin wirkt zunächst kontrolliert, fast unnahbar, doch unter der Oberfläche brodelt so viel mehr: Angst, Trotz, Sehnsucht. Ich mochte besonders, wie Rina Kent ihre innere Zerrissenheit zeigt leise, aber konstant. Und dann ist da der männliche Gegenpart: dominant, düster, moralisch fragwürdig und mit dieser Präsenz, die den Raum einnimmt, bevor er überhaupt etwas sagt. Einer dieser Charaktere, die man nicht lieben sollte und genau deshalb tut man es doch.
Die Chemie zwischen den beiden ist intensiv, roh und absolut nichts für schwache Nerven. Es ist kein sanftes Knistern, sondern ein ständiger Machtkampf zwischen Nähe und Kontrolle. Worte werden zu Waffen, Blicke zu Versprechen. Man spürt diese Spannung in jeder Szene, selbst dann, wenn scheinbar nichts passiert.
Rina Kents Schreibstil ist direkt, emotional und gnadenlos ehrlich. Sie beschönigt nichts, sondern zeigt dunkle Sehnsüchte und verletzliche Momente nebeneinander. Genau das macht Beautiful Venom so fesselnd: Es geht nicht nur um Liebe, sondern um Besitz, Grenzen, Abgründe und um die Frage, wie weit man für jemanden gehen würde, der einen gleichzeitig rettet und zerstört.
Als ich das Buch beendet habe, war ich gleichzeitig erschöpft und fasziniert. Beautiful Venom ist keine Wohlfühlromance. Es ist intensiv, toxisch, mitreißend und bleibt lange im Kopf. Perfekt für alle, die Dark Romance mit emotionaler Tiefe und gefährlicher Anziehung lieben.