Ein Buch, das einem die Schauer über den Rücken jagen läßt. Simon möchte mit seinem alten Leben abschielßen und tritt eine Stelle in einem alten Kurhotel mitten im Wald an. Es ist seit Jahren ungenutzt und sehr heruntergekommen. Auch die Besitzer sind seltsame Leute, Herr Reiter läuft immer mit einem Gewehr durch die Gegend, sein Begleiter ist ein bissiger Rottweiler. Frau Reiter frönt dem Alkohol und träumt von einer baldigen Eröffnung des Hotels. Auch die Dorfbewohner verhalten sich Simon gegenüber sehr abweisend. Dann erfährt er, dass zwei Frauen im Zusammenhang mit dem Hotel verschwunden sind. Simon möchte das nun genauer wissen, aber er fühlt sich immer verfolgt und da gibt es auch noch ein Mädchen, die Tochter der Besitzer, die sich sehr seltsam verhält. In dem großen Haus irrt er herum, immer auf der Suche und es geschehen recht eigenartige Dinge. Schließlich muß er um sein Leben bangen, denn nicht nur die die Reiters haben es auf ihn abgesehen. Und als er ein Foto sieht, kommt ihm die junge Frau bekannt vor, aber dann ist auch das Foto nicht mehr da. Der Thriller wird von Simon in der Ich-Form erzählt. Dies geschieht so realistisch, man kann sich das alte Gemäuer, das Geknarre und die Muffigkeit so richtig vorstellen. Jeder der Protagonisten hat etwas zu verbergen und stellt sich anders dar, als er ist. Die Spannung erhöht sich von Kapitel zu Kapitel, oftmals mußte ich beim Lesen innehalten, denn es war derart gespenstisch, mystisch, man mußte erst wieder zu Atem kommen. Schon der Prolog war an Grausamkeit nicht zu überbieten. Der Autor versteht es total, einen in eine dunkle, verborgene Welt schauen zu lassen. Die Sprache ist klar und prägnant, die Kapitel sind kurz und das Lesen schreitet schnell voran, nicht zuletzt, weil man Angst mit und im Simon hat. Das Cover zeigt eine Treppe, die in einen alten schimmligen Keller führt und die Schrift darauf ist blutrot.