Ganz anders als Band eins, aber ich mochte ihn sogar noch ein wenig mehr
Mir wurde das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.Ich mochte bereits den ersten Teil, in dem es um Sora ging, wirklich gerne, doch gerade das Ende war wirklich sehr dramatisch, weshalb ich auf Jias Geschichte gespannt war.Jia kam im ersten Band größtenteils gar nicht gut weg, doch jetzt steht sie nicht nur vor dem Ende des Hong-Clans, sondern praktisch vor dem Ende der Welt, denn die dämonenartigen Monster zerstören alles. Sie ist voller Trauer und Wut und würde alles tun, um das Geschehene rückgängig zu machen. Auch in der Zeit zurückzureisen und zu versuchen, die Entstehung der Monster ganz zu verhindern, was sie zum Künstler Sin führt, der sie erschaffen hat. Blöd ist nur, dass sie zu früh kommt und in ganz andere historistische Dramen verwickelt wird¿Jia konnte mich überraschenderweise komplett überzeugen. Sie hat sich nie als gut genug gefühlt, seit ihrer Kindheit werden nur Erwartungen an sie gestellt, weshalb sie selbst so getrieben von Erfolg und auf der Suche nach Anerkennung war. Doch im Laufe ihrer Reise findet sie immer mehr zu sich selbst und das in einer Zeit, die nicht mal ihre ist. Sie lernt richtige Freundschaft kennen, findet Verbündete, fasst Vertrauen und lernt tatsächlich ihre große Liebe kennen.Und das ausgeregnet in Sin, dem mysteriösen Künstler, den sie eigentlich töten muss, um die Zukunft zu ändern. Doch das zu tun ist unglaublich schwer, denn Sin ist alles andere als ein Monster. Er war unglaublich toll, unterstützend, lieb und verständnisvoll. Gequält auf einer Weise, die nur Jia mit ihrer eigenen Gabe und Last versteht.Die beiden haben sich für mich einfach wunderbar ergänzt. Über die Zeit hinaus verbindet sie etwas, was in ihrer ganzen ruhigen Beziehungsentwicklung spürbar war. Zwischenzeitlich hatte ich echt Angst, dass es wie in Scarlet Heart ein eher unbefriedigendes Ende nimmt, aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben ¿Insgesamt war der zweite ganz anders als der erste Band, aber auf kein Fall schlechter. Vielleicht hat er mir, gerade durch Jias Entwicklung, ihren Mut und ihre Opferbereitschaft, sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen. Außerdem mochte ich das historistische Setting und die Freundesgruppe unglaublich gerne.