Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil mich der Klappentext irgendwie ein bisschen an unsere Familie erinnert. Mein Vater, meine Mutter und 3 Töchter. Und ich mir immer dachte, ja so schlimm kann es doch mit so vielen Mädels zu Hause ja gar nicht sein..
Umso schöner sind hier die tieferen Einblicke von Marco und seiner Familie - seine Frau Katharina und seinen 4 Töchtern.
Und was vielen vielleicht bei uns Töchtern oder allgemein Kindern untergeht ist, dass auch unsere Eltern immer mal Zeiten haben, in denen sie etwas beschäftigt, gestresst sind und einfach mal alles zu viel wird - und genau dann, sollte ein friedlicher Familienurlaub helfen, abzuschalten und die gemeinsame Zeit zu genießen. Aber es kommt meist immer anders, als man denkt ;-)
Selten ist bereits der Start in den Urlaub entspannt - das wichtigste, niemanden aus der Familie vergessen und den Flieger zu erreichen und schon so etwas banales, kostet einige Nerven. Vor allem, wenn man den Urlaub als Pause dringend benötigt.
Hier in dieser Geschichte ist toll geschrieben, wie sich jeder einzelne fühlt und mit was er zu kämpfen hat. Eine Beziehung geht zu Ende, man lernt jemanden Neues kennen, und und.. eigentlich ganz einfache Dinge, aber alles, als Vater zu beobachten, während seine Töchter älter werden und ihren eigenen Weg gehen, gar nicht mal so einfach.. Zu verstehen, dass man immer DER Vater bleibt, zu dem man kommt, wenn man Hilfe benötigt, vergisst man als Elternteil schnell und meint immer direkt, ausgetauscht zu werden. Man will nicht, dass die Töchter ihren Weg gehen, ohne einen und einen vielleicht auch nicht mehr brauchen.. und das alles kann einen sehr stark beschäftigen und manchmal wird man auch unfair.. gegenüber den Töchter, sich selbst und dem leben..
Und dann sind da nicht nur die Töchter, sondern man hat ja schließlich noch eine Frau - und auch hier möchte man natürlich alles richtig machen - aber alles unter einen Hut zu bekommen, puh, sehr schwer..
Für mich wurde das hier alles sehr gelungen umgesetzt, an manchen Stellen musste ich selbst an unsere Familie zurückdenken und hatte dann doch auch etwas Mitleid mit meinem Vater ;-)
"Ein zerbrechliches kleines Ding. ist das Glück. Hält man es in Händen, kann es schnell wieder verloren gehen. Also halte fest, was du hast. Teile es, denn nichts wird mehr, wenn man es teilt, als das Glück.. "
Eine Geschichte, die zum nachdenken anregt. Auf eine positive Art und Weise.