Atmosphärisch dicht, bildgewaltig und voller Rätsel, der einem jedoch recht viel Geduld abverlangt
Die Geschichte dreht sich um den gigantischen Turm R'Achernon aus außerirdischem Material, der die letzte Bastion einer sterbenden Welt darstellt. Während Prinzessin Arion und ihre Gefolgschaft Zuflucht im Turm gesucht haben, droht von außen durch Clanführer Craiden Gefahr, der die Macht des Turms brechen will. Eine Explosion an der Barriere zwischen Turm und Stadt löst eine Kette von politischen Intrigen, mentalen Duellen und ein komplexes Geflecht aus Rückblenden und parallelen Handlungssträngen aus, die sich erst im letzten Drittel des Buches teilweise zusammenfügen und in einem überraschenden, actionreichen aber nicht vollständig erklärten Finale münden.Bei den Protagonisten steht Prinzessin Arion und der Clanführer Craiden im Mittelpunkt der Handlung, die glaubwürdig und kontrastreich dargestellt werden. Relevante Nebenprotagonisten wie Gea oder Mardu ergänzen die Geschichte sehr gut.Wer vielschichtige und komplexe Fantasy-Geschichten mit einem originellen Worldbuilding mag, wird hier fündig.Der Schreibstil ist bildreich und stellt den Haupttreiber für die eindringliche Atmosphäre der Geschichte dar.Einziger Minuspunkt: die Vielschichtigkeit bzw. Komplexität der Handlung stört manchmal den Lesefluss und das Verständnis der Geschichte.Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.