
Literatur im Internet bedeutet oft Genrefizierung. Dabei werden Leser*innen mehr und mehr zu Nutzer*innen: Sie lesen, bewerten sowie empfehlen Bücher und schreiben eigene Geschichten in digitalen Netzwerkstrukturen - die selbst wiederum die Nutzer*innen »lesen«, indem sie Daten aufzeichnen und vorschlagen, welche Titel als nächstes ins Leseprofil passen. Wie nehmen Nutzer*innen und Fans Einfluss auf diese Prozesse? Wie können Sie ihre Interessen bewahren und Agenden durchsetzen? Und inwiefern sind sie dabei durch ihre Mitwirkung an der Durchsetzung neuartiger Konsumkulturen Formen von Ausbeutung ausgesetzt? Anke Dyes wirft anhand von Liebesromanen einen Blick auf digitale Kulturen des Lesens und analysiert die Interdependenzen zwischen Mensch und Algorithmus.
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