Das Thema Sterben ruft bei vielen Menschen Ängste hervor. Sie assoziieren es mit kräftezehrenden und schmerzvollen Behandlungen.
Der Palliativmediziner Michael Hatzenbühler, der rund 5. 000 Menschen bis zu ihrem Tod begleitet hat, beschreibt in diesem Buch einfach und anschaulich die typischen Veränderungen des Körpers, des Geistes und des Charakters Sterbender. Dabei stellt er unter Beweis, dass das natürliche Sterben einen Menschen aus dessen Leben begleitet und seinen Angehörigen die Chance auf einen akzeptierenden Abschied gibt. Betrachtet man die charakteristischen Veränderungen im Sterbeprozess in ihrem Zusammenhang, hat jede einzelne ihren Sinn.
Der Autor zeigt, dass die Natur durch körperliche und seelische Prozesse Vorsorge getroffen hat. So kann das Ende des Lebens einen wenig leidvollen Verlauf nehmen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7
Vorab einige persönliche Worte 11
Was ist das natürliche Sterben? 15
Die Physiologie des Sterbens 15
Die vier Phasen des natürlichen Sterbens 19
Emotionale Not 21
Woran sterben wir? 24
Unbegründete Ängste 27
Die Angst vor unerträglichen Schmerzen 27
Die Angst vor dem Ersticken 30
Die Angst vor dem Verhungern 32
Die Angst vor dem Verdursten 32
Die Angst vor einem Darmverschluss 35
Die Angst vor einer Lebervergiftung 35
Die Angst vor einer Nierenvergiftung 36
Natürliche Veränderungen in den Sterbephasen 37
Veränderungen in der Diagnosephase 37
Veränderungen in der Wohnungsphase 40
Veränderungen in der Bettphase 45
Veränderungen in der Dauerschlafphase 49
Die letzten Minuten 50
Akzeptanz des Sterbens 53
Individuelle Vorstellung vom Sterben 53
Hindernisse bei der Sterbeakzeptanz: Ängste 54
Die eigene Persönlichkeit 55
Empfehlungen und Anregungen für Sterbende und Angehörige 59
Empfehlungen und Anregungen für die Diagnosephase 59
Empfehlungen und Anregungen für die Wohnungsphase 68
Empfehlungen und Anregungen für die Bettphase 75
Empfehlungen und Anregungen für die Dauerschlafphase 79
Das Phänomen der präfinalen Unruhe 83
Hospizbewegung und SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) 89
Kurative und palliative Behandlung 91
Schlussbemerkungen 95
Danksagung 99
Nachruf 101