Dieses Werk ragt über sich hinaus. Die Leistungen der Autorin und der Sprecherin bilden eine Symbiose, die ihresgleichen sucht.
Dezember (Weihnachten) 2025: Meine Tante empfiehlt mir dieses Buch. Die Frau meines Cousins habe es ihr empfohlen. Auch sie empfiehlt es. Februar 2026: Noch verfügbar bei NetGalley. Anfragen kann man ja mal.Von Herzen möchte ich mich bei @Hörbuch Hamburg und @NetGalleyDE bedanken, die mir dieses Hörbuch kostenlos zur Verfügung stellten. Dabei schreibe ich eine weitere Rezension, die dieses Werk als herausragend bezeichnen wird. In der Unsicherheit, ob meine Worte die beeindruckende, berührenden und bedeutsamen Arbeit von Susanne Abel angemessen erfassen können. Beginnen möchte ich mit der ebenso herausragende Leistung von Vera Teltz.Teltz gelingt es, das Geschriebene spürbar zu transportieren und den unterschiedlichen Charakteren ihre eigene Stimme zu verleihen. Den von Susanne Abel gewählten Wortäußerungen (¿Oh fuck, Oma sein Enkelshätzelein!¿) verleiht die Sprecherin ihre eigene Note und lässt die Figuren damit ein Stück weit lebendig werden.Für mich eine Sprecherinnenleistung, die ihresgleichen sucht. Köln-Kalk, mitten in der Nacht. Emily allein zu Haus. Das was folgt, hat wenig gemein mit den Erlebnissen von Kevin. Auch wenn dessen Namensvetter noch eine besondere Rolle einnehmen wird ¿.Von Beginn fesselten mich die Geschehnissen und ließen mich am Leben der Familie Willeski teilhaben. Die Details haben Wucht. Je banaler, desto größer schlägt diese ein ¿¿¿¿¿. Die Verbindungen, die Abel über die Generationen hinweg schafft, lösen bis jetzt eine Gänsehaut auf meiner Haut aus. Dabei gibt die Autorin tiefste Einblicke in das menschliche Daseins und beschreibt ohne zu beschönigen.Die Wechsel zwischen den Zeitlinien und Perspektiven verdeutlichen diese Verbindungen zwischen den Generationen und zeigen nachvollziehbar die Auswirkungen von Traumata über diese hinweg.Mein stetiger Begleiter während meines Hörerlebnisses waren Taschentücher. Sich vorab mit diesen einzudecken, ist meine persönliche Empfehlung. Trotz der harten und traurigen Erfahrungen, gab es immer wieder Momente des Schmunzelns, Lächelns und der Freude. Abel deckt das Spektrum von unsagbar grauenhaft bis herzerwärmend wunderbar aus meiner Sicht in vollem Umfang ab. Besonders gefielen mir die historischen Bezüge, die die Handlungen in den zeitlichen Kontext einordnen. Die rheinische Natur der Handlungsorte war ein persönliches ¿Highlight¿, das der Geschichte weitere Noten und Klänge hinzufügte. Bis zuletzt gab mir ¿Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104¿ das Gefühl, Teil dieser Familie zu sein und mit ihnen zu erleben und das zwischen den Polen ¿unbedingt weiter hören¿ zu wollen und ¿den Abschied hinauszuzögern¿. Aber nun ist der Abschied da. Lasst uns die ¿Jläser huh¿ halten, um dieses Meisterwerk zu würdigen und mich von Margret, Hardy, Emily und Co. verabschieden. März 2026: Gestern habe ich meiner Mutter das Buch geschenkt. Vielleicht sehen wir uns also nochmal.¿Tschüsikowski¿, ihr Lieben.