Die unkonventionelle Rechtsmedizin-Assistentin und der packende Schluss haben mich schließlich komplett überzeugt.
Ich war kurz davor, meine Bewertung negativer ausfallen zu lassen - doch zum Ende hin änderte sich alles. Der Einstieg verläuft eher langsam: In der Pathologie werden verschiedene Opfer obduziert, und die Assistentin der Rechtsmedizin stolpert auf ihre ganz eigene, unorthodoxe Art über Hinweise, die sonst niemand bemerkt. Allein ihr Auftreten und ihr loses Mundwerk sorgen dafür, dass sie hier und da aneckt, aber genau das macht sie so besonders.Ein bestimmter Fall lässt ihr keine Ruhe, und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Während der Anfang noch etwas dahinplätschert, nimmt die Geschichte im letzten Drittel deutlich Fahrt auf. Plötzlich war ich komplett drin, habe mitgefiebert und konnte nicht mehr aufhören, weil ich unbedingt die Auflösung hören wollte.Die Charaktere haben ihre ganz eigene, besondere Art - manchmal kantig, manchmal schräg, aber immer interessant. Genau das macht die Geschichte anders und definitiv hörenswert. Für mich war es am Ende ein spannender Thriller, der langsam startet, dann aber richtig anzieht und mich doch noch überzeugt hat.