Ergreifend, dramatisch und erschreckend realistisch.
Der Roman verbindet zwei Erzählstränge miteinander, die einer im Jahr 2017 in Norwegen beginnt und der andere 24 Jahre später in Frankreich spielt. Eine gealterte Klimaaktivistin macht sich mit 12 gut verschlossenen Plastikkisten voll entwendetem Gletschereis in einem Boot auf den Weg nach Frankreich zu ihrer ehemals großen Liebe. 2041 befindet sich ein Vater mit seiner kleinen Tochter auf der Flucht, nach einer fünfjährigen Dürre, die Europa im Mark erschüttert hat. Der Süden wird unbewohnbar, einzig der Norden bietet Hoffnung ...Dieser Roman hat mich sehr ergriffen. Auf der einen Seite die sehr gelungene Verknüpfung beider Handlungsstränge, die zum Ende hin nochmals eine überraschende Wendung erfährt, auf der anderen Seite die eindrückliche Schilderung, wie aus Europäern plötzlich Flüchtlinge werden. Könnte es schon 2041 so weit sein? Ich hoffe nicht. Aber die Erzählung führt uns vor Augen, welche dramatischen Auswirkungen der Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten haben könnte.Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit über 10 Stunden Laufzeit. Gelesen wird diese von Christiane Blumhoff und Shenja Lacher. Beide Stimmen passen ganz hervorragend zu den Personen, die sie beleben.Fazit: Ergreifend, dramatisch und erschreckend realistisch.