Inhalt siehe Klappentext.
Ich hatte vor kurzem eine Hörprobe von Lutz van der Horsts Konfetti-Blues gehört und mir daraufhin das Hörbuch besorgt. Ich mag es, wenn Autoren ihre Bücher selbst einlesen, sie wissen, was sie wie betont haben wollen. Ich empfehle die 1,25-fache Geschwindigkeit, das ist für mich am angenehmsten zu hören, unabhängig von der Laufzeit von 7:03 Stunden. Erst beim Epilog war mir vollends klar, was der Autor im Prolog erzählt hat, die Zeit dazwischen lässt sich locker und leicht hören. Eine queere noch-Coming-of-age-Geschichte - ich denke, das passt bei Mitt- bis Endzwanzigern gerade noch so, zumindest führen sich Max, Markus und all die anderen meist noch sehr kindisch auf - die aus dem wahren Leben gegriffen ist. Max hangelt sich durch schlechte Werbeshows, ist sich unsicher, ob dies überhaupt das ist, was er will, wen er will und was das Leben grundsätzlich für ihn bereithält. An sich unterhaltsam zu hören, aber mir kamen einfach zu viele Drogen darin vor (braucht man nicht, um sich auf eine Party einzustimmen und auch sonst geht es doch sicher ohne?), zu viele Flüche, Kraftausdrücke und allgemein kamen mir die Jungs, die vom Geburtsdatum her längst erwachsen sind, sich aber wie die Teenies aufführen, noch nicht wirklich bereits für das wahre Leben und was danach kommt, vor. Liebeskummer unter Männern, ohwei - aber als Huhn einen Castingauftritt absolvieren, dazu gehört Mut oder es ist einem wirklich egal, was die anderen denken. Es gerät viel durcheinander, nicht nur im eigenen Kopf, sondern im Leben allgemein, man muss sich drauf einlassen, was einen erwartet und man darf nicht alles bitterernst und persönlich nehmen. Mich hat Konfetti-Blues nicht ganz überzeugen, aber doch recht gut unterhalten können, sodass ich heute 3 Sterne vergebe.