1945:
Im ostdeutschen Güstrow ,findet die junge Marlen,die gerade dem Tod durch Ertrinken entkommen ist,Unterschlupf in einem alten Forsthaus,sie versteckt sich dort vor den anrückenden Russen.Die Malerin Wilma versteckt sie ,adoptiert sie später und bringt ihr alles über die Malerei bei.Als Wilma nach und nach erblindet,ersetzt ihr Marlen ,so gut es geht,ihr Augenlicht.
2023:
Die 34jährige Hannah Borowski lebt mit ihrer Freundin Rubi in einer WG.Als Diese schwanger ist und ausziehen will, bricht für Hannah ein Stück ihrer Welt zusammen. Außerdem tritt plötzlich ihr Vater, der sich Zeit ihres Lebens nie um sie gekümmert hat, mit einer rührseligen Geschichte in ihr Leben und sucht den Kontakt zu ihr.Warum nach all den Jahren und haben Mutter und Großmutter ihr die Wahrheit über sein Verhalten gesagt?
Die Geschichte wechselt nun fortlaufend zwischen den beiden Zeiten, wobei die Vergangenheit bis ins Jahr 1961 weiterläuft. Außerdem zieht sich wie ein roter Faden, ein angeblich wertvolles ,verschwundenes Bild aus dem Besitz ihrer Großmutter, durch die Geschichte.
Ich habe bereits den Vorgänger zu dieser Geschichte mit großer Begeisterung gelesen und war sehr gespannt auf den weiteren Fortgang . Die Autorin nimmt sich viel Zeit, die beiden Lebenswege zu begleiten und im Laufe der Entwicklung ergeben sich immer mehr Zusammenhänge und nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen. Auch flechtet sie geschickt reale Ereignisse (Revolution des 17. Juni 1953). in ihren Roman ein,Mauerbau und Fall finden ebenfalls Erwähnung.
Der Roman wurde von Julia Nachtmann gut vorgelesen,sie beherrschte sowohl den sächsischen Dialekt ,als auch die Jugendsprache hervorragend.
Ein Genuss,den ich gerne mit fünf Sternen bewerte.