Am Strand von Swinemünde an der polnischen Ostseeküste wird am Strand ein deutscher Tourist tot aufgefunden. BKA Ermittlerin Lena Schulte wird entsendet um sich, gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk, der Sache anzunehmen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um keinen normalen Badeunfall handelt. Als dann noch das Mädchen vermisst wird, dass vermeintlich mit dem Toten unterwegs war, sind beide Ermittler alarmiert.
Bis zu Strandopfer war mir Autor Frank Goldammer ehrlich gesagt gar nicht bekannt und auch auf dieses Buch bin ich nur durch das Cover und die Tatsache, dass es sich um einen Reihenauftakt handelt, aufmerksam geworden. Ich habe schlussendlich das, von Oliver Siebeck solide gelesene, Hörbuch gehört und konnte mich gleich in die ganze Atmosphäre, die Klischees und auch beide Seiten der Protagonisten hineinfühlen. Diese empfand ich auch nicht als übertrieben, sondern als absolut nachvollziehbar. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Ost-West-Konflikte sowohl dem Buch, als auch den Ermittlern, nochmal zusätzliche Tiefe und Dynamik verliehen haben. Mir haben sowohl der atmosphärische Schreibstil, als auch die Charaktere, mit ihren äußerst eindrücklich und toll beschriebenen Denkweisen, sehr gut gefallen. Der Spannungsaufbau erfolgte nach und nach, hielt sich dann aber bis zum Schluss durchweg aufrecht. Selbst die viel Raum einnehmenden Vernehmungen empfand ich an keiner Stelle als langatmig, da sie zweifellos zum Gesamtverständnis der Umstände, insbesondere auch den Problemen der polnischen Bevölkerung beigetragen haben.
Fazit: Mir hat der Auftakt zur Grenzfall-Ostsee-Reihe richtig gut gefallen! Das Buch hat mit seinen eigenwilligen Ermittlern absolut meinen Geschmack getroffen, mich mitfiebern und auch rätseln lassen. Autor Frank Goldammer werde ich mir auf jeden Fall merken und freue mich schon jetzt auf die nächsten Fälle von Lena und Adam!