In Junos Leben läuft es gerade nicht so gut. Ihre Ehe ist in einer Krise,außerdem trauert sie um ihre Großmutter, die gerade gestorben ist,Bei ihr hat sie den größten Teil ihrer Kindheit verbracht.Als sie den Nachlass ihrer Großmutter ordnet, stößt sie auf alte Postkarten, die ihre Mutter einst aus Griechenland an ihre Eltern geschickt hat. Das bringt sie auf die Idee auf die Insel.Inios zu reisen,um sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen,den sie nie kennengelernt hat.Ihre Mutter rät ihr dringend von dieser Reise ab, doch davon lässt sich Juno nicht beirren.
Die Geschichte wird nun im steten Wechsel zwischen den Jahren 1984 /85 und heute erzählt,jeweils aus der Sicht von Estelle und Juno.
Die Autorin greift eine große Anzahl von Themen wie kriminelle Machenschaften, Vergewaltigung, Korruption, Umweltthemen, Familienstreitigkeiten und nicht zuletzt die griechische Kultur auf.Der immer stärker werdende Tourismus mit seinen Vor- und Nachteilen und das gestörte Mutter/ Tochter Verhältnis werden ebenfalls thematisiert.
Die einzelnen Personen waren gut ausgearbeitet, ich hatte klare Bilder im Kopf. Während mir Juno von Beginn an sympathisch war,hatte ich zu ihrer Mutter Estelle ein eher gespaltenes Verhältnis.
Mir gefiel der Schreibstil sehr gut, die Beschreibungen der Landschaft und der Natur weckten Urlaubssehnsüchte.
Ich habe mir das Buch von Britta Steffenhagen vorlesen lassen,die ihre Aufgabe sehr gut gemeistert hat.
Genremäßig würde ich das Buch als Familiendrama und nicht als Thriller einordnen.Von mir vier Sterne für gute Unterhaltung.