Vor 20 Jahren habe ich mit Glennkill den ersten Schafskrimi von Leonie Swan gelesen, an den ich mich nur noch dunkel erinnere. Widdersehen hat meine Neugier geweckt, nochmal mit Miss Maple, Mopple the Whale und Co. auf Verbrecherjagd zu gehen.
Das Hörbuch beginnt mit einer Vorstellung aller Schafe der Herde. In einem gedruckten Buch ist eine solche Übersicht sicher hilfreich, bei einem Hörbuch bleibt hierbei nur wenig hängen. Nette Einfälle wie die Ziege Madouc, die als Schaf auf Probe für Diversität in der Herde sorgt, sorgen aber für ein Schmunzeln.
Der Fall selbst ist ein gemütlich-wolliger Cosy-Crime, der sich sehr gemächlich entwickelt. Ich hatte den Eindruck, dass weniger der Krimi als die schrullige Schafbande im Vordergrund stand, aus deren tierischer Sicht erzählt wurde. Der Schafsblick auf die Menschen ist durchaus ganz unterhaltsam, war mir aber insgesamt zu naiv und langatmig. Spannung kam bei mir leider keine auf.
Maren Kroymanns liest mit angenehmer Stimme, aber leider etwas eintönig, was zusätzlich dazu beitrug, dass ich die Geschichte als zäh empfand und letztendlich froh war, als ich das Hörbuch beendet hatte.