Homo Deus

Eine Geschichte von Morgen. Laufzeit ca. 908 Minuten.
Ihr 15%-Rabatt
 
15% Rabatt sichern mit Gutscheincode: AUDIOZEIT15
 
Die nächste Stufe der Evolution

Über das letzte Jahrhundert hinweg hat sich die Menschheit erfolgreich Hunger, Seuchen und Kriegen gestellt. Aus Erfolg wird Ehrgeiz: Als nächstes stehen Unsterblichkeit, grenzenloses Glück und gottgleiche Schöpfungskrä … weiterlesen
Jetzt nur

9,89*

inkl. MwSt.
Statt: € 17,99
Sofort lieferbar (Download)
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Homo Deus als Hörbuch Download

Produktdetails

Titel: Homo Deus
Autor/en: Yuval Noah Harari

ISBN: 9783844526196
EAN: 9783844526196
Format:  MP3-Hörbuch Download
Eine Geschichte von Morgen.
Laufzeit ca. 908 Minuten.
Übersetzt von Andreas Wirthensohn Vorgelesen von Jürgen Holdorf
Der Hörverlag

27. Februar 2017 - MP3 Hörbuch Download

Beschreibung

Die nächste Stufe der Evolution

Über das letzte Jahrhundert hinweg hat sich die Menschheit erfolgreich Hunger, Seuchen und Kriegen gestellt. Aus Erfolg wird Ehrgeiz: Als nächstes stehen Unsterblichkeit, grenzenloses Glück und gottgleiche Schöpfungskräfte auf der To-Do-Liste. Die Verfolgung dieser Ziele wird die meisten Menschen allerdings überflüssig machen. Also bleiben Fragen: Wohin führt unser Weg? Wie können wir unsere Zukunft bestmöglich beeinflussen? Schließlich kann man den Lauf der Dinge nicht aufhalten, aber die Richtung bestimmen.

Gelesen von Jürgen Holdorf.

(Laufzeit: 15h 8)

Portrait

Yuval Noah Harari, geboren 1976, wurde 2002 in Oxford promoviert und ist Professor für Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Universalgeschichte; 2012 wurde Harari mit 25 weiteren Nachwuchswissenschaftlern in die neugegründete Junge israelische Akademie der Wissenschaften gewählt. Sein Kultbuch »Eine kurze Geschichte der Menschheit« wurde in knapp 40 Sprachen übersetzt und weltweit zu einem Bestseller ebenso wie seine Zukunftsvision »Homo Deus«. 2017 wurde er mit dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 18.03.2017

Wir Angestellten des großen Google

Was das nächste Ufer bringt: Der Historiker Yuval Noah Harari blickt in die Zukunft des menschlichen Geschlechts und entdeckt dort viele Algorithmen und eine neue Religion.

Von Hannes Hintermeier

Im Jahr 1993 kam Yuval Noah Harari das erste Mal in Kontakt mit dem Internet. Eine Erfahrung, die er mit Millionen von Menschen teilt, die sich früh für die neue Technologie interessierten. Ein Nerd an der Highschool demonstrierte seinen Freunden, wie er seinen PC - nach dem damals obligatorischen "Piepsen, Fiepsen und Summen" - mit dem Zentralrechner der Universität verband. Auf die Frage, was dort zu finden sei, wusste der Pionier keine rechte Antwort. Man könne dort "alle möglichen Dinge ablegen". Das beeindruckte seine Kommilitonen nicht sonderlich, sie gingen lieber Tischtennis spielen und machten sich in den Wochen danach über ihren begeisterten Freund lustig. "Das war vor nicht einmal 25 Jahren", schreibt Harari und fährt fort: "Wer weiß, was in 25 Jahren sein wird?"

Niemand. Aber das hat noch nie jemanden davon abgehalten, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Schon gar nicht einen quirligen Themenverdauer wie den 1976 geborenen Historiker Yuval Noah Harari, der Militärgeschichte zu seinen Spezialdisziplinen zählt. Mit seinem vor vier Jahren auf Deutsch erschienenen Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" landete er einen weltweit beachteten Erfolg. Seither wird er als "Jungstar" - auf dem Sachbuchmarkt setzt der Ruhm meist später ein als in der Belletristik - herumgereicht. Politiker lesen und empfehlen ihn, und mit dem Nachfolgeband "Homo Deus" hat er es auch hierzulande innerhalb kurzer Zeit auf die Bestsellerliste geschafft.

Harari holt tief Luft und verspricht das Unmögliche, für das sich sonst nur Science-Fiction-Autoren und Zukunftsforscher, nicht aber Historiker zuständig fühlen - "Eine Geschichte von Morgen", so der Untertitel. Den an der Hebrew University in Jerusalem lehrenden Autor interessieren die Grenzen seines Faches nicht im Geringsten. Er möchte den Leser an die Hand nehmen, ihm zeigen, wie man groß und neu denkt. Man befasse sich mit Geschichte, "um sich von der Vergangenheit zu befreien und sich andere Ziele auszumalen". Fünfundzwanzig Seiten zuvor hatte er noch behauptet, Wissenschaftler, die versuchten, das Jahr 2100 vorherzusagen, betrieben reine Zeitverschwendung.

Wo Francis Fukuyama 1992 in seinem Welterfolg "Das Ende der Geschichte" den Liberalismus als Sieger über totalitäre Herrschaftsformen ausmachte, ist Harari nicht nur mit dem Liberalismus ganz schnell fertig. Er weiß: "Geschichte duldet kein Vakuum", es geht immer weiter, im Augenblick so schnell wie noch nie zuvor in der Geschichte der Spezies Homo sapiens. Harari will zeigen, dass die Menschheit einen Weg eingeschlagen hat, angesichts dessen Sarrazins deutsche Abschaffungsängste ein Treppenwitz sind.

"Morgen" ist freilich ein dehnbarer Begriff, das wird im Verlauf der mehr als fünfhundert Seiten schnell deutlich. Morgen kann in zwanzig Jahren und vielleicht erst in hundert Jahren sein. Noch leben wir im Anthropozän, aber wir ahnen schon, dass wir mit der Bindung an die Maschinen einen Weg eingeschlagen haben, der uns am Ende überflüssig machen könnte. Harari präsentiert in mehreren Zusammenhängen ein düsteres Bild, in dem er der Menschengattung das Schicksal der Nutztiere prophezeit. Wir nähmen keine Rücksicht auf die subjektiven Bedürfnisse der Tiere; ebenso mies wie wir mit diesen umgingen, werde es uns eines Tages selbst ergehen. Harari ist "vielleicht" überzeugt, wir würden demnächst eine "niedere Lebensform".

Selbstredend haben wir - wie die Nutztiere auch - keine Seele, die hat man schließlich nirgends entdeckt im Körper. Wir wissen wenig bis nichts über Geist und Bewusstsein, falls es so etwas überhaupt geben sollte. Dennoch haben wir einen Vorteil, der uns im Lauf der Evolution an die Spitze gehievt hat: Wir können "viele Menschen miteinander in Verbindung bringen." Hätten wir das nicht gelernt, "würden unsere schlauen Hirne und flinken Hände noch immer Feuersteine spalten und nicht Urankerne."

Eingestreut in diese Demontage-Vorhersage sind viele lehrreiche, gut geschriebene Ausflüge in alle möglichen Wissensgebiete sowie zahlreiche Anekdoten. Der Autor erzählt die Geschichte des Rasens als Statussymbol; er deutet den Zusammenhang von Grillfesten und Orthodoxie; erläutert die Bedeutung der Schwulenparade in Jerusalem; interpretiert den Moment des Umsturzes, als einer der Jubelperser vor dem Palast des rumänischen Diktators Ceausescu beschloss, "Buh" zu rufen. Harari zeigt, wie Bonobos Sex als Deeskalationsstrategie einsetzen; warum wir immer wieder auf Demagogen und erfundene Ordnungen hereinfallen und wie Aristides de Sousa Mendes 30 000 Juden vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten rettete. Er zieht mit den Engländern in den Krieg gegen das Reich des Mahdi im Sudan und versetzt sich auch mal in den Kopf eines jungen englischen Kreuzritters, um "Sinngeflechte" herzustellen.

Mit Gott geht Harari, wie er in der Danksagung vermeldet, "nachsichtig" um. Das liest sich freilich anders, denn Gott, eine Erfindung des Sapiens, ist naturgemäß "tot - es dauert nur eine Weile, den Leichnam loszuwerden". Man glaube nicht an Gott, man glaube in Wirklichkeit an sich selbst. Die Bibel - ein Buch voller Mythen und Irrtümer, ein Buch der Autorität, nicht der Kreativität, eine Innovationsbremse. Religionen insgesamt: Note ungenügend. Der Katholizismus verlange "im Kleingedruckten blinden Gehorsam gegenüber einem ,unfehlbaren' Papst". Judentum und Islam seien einer Vergangenheit verhaftet, die keine Antworten auf Heute und Morgen gebe. Das gelte besonders für den radikalen Islam, dem zur Gegenwart gleich gar keine Strategie einfalle, die auf irgendjemand außerhalb seines Dunstkreises attraktiv wirken könnte.

"Religionen, die den Bezug zu den technologischen Realitäten der Gegenwart verlieren, verlieren ihre Fähigkeit, die Fragen, die gestellt werden, überhaupt zu verstehen." Rabbinern und Muftis sei im zwanzigsten Jahrhundert nichts eingefallen, was sich nur annähernd mit der Entdeckung von Antibiotika, Computern und Feminismus vergleichen könne. Und auch der Humanismus ist eben ein Auslaufmodell.

Immer wieder zieht der Autor Analogieschlüsse, die auf dem Angebot-Nachfrage-Mechanismus fußen. "So wie im heutigen San Francisco John bei Google arbeitet, während Mary bei Microsoft beschäftigt ist, so war im antiken Uruk der eine Angestellter des großen Gottes Enki, während seine Nachbarin für die Göttin Inanna tätig war (...) Für die Sumerer waren Enki und Inanna genauso real, wie es Google und Microsoft für uns sind." Wenn Götter aber Unternehmer sind, und die heutige Menschheit auf dem Weg ist, sich selbst zu einem Homo Deus zu entwickeln, wird auch sie im Unternehmerlager enden, sofern sie nicht mehrheitlich in virtuellen Spielewelten ruhiggestellt wird. Dass Google, Facebook, Apple et alii private Firmen sind, die mit allen Risiken für eine endliche Lebensdauer behaftet sind, kann nur ignorieren, wer sie bereits als gottgegeben verbucht hat. Dass wir sie, die wir eigentlich "keine Götter brauchen, die unsere Macht begrenzen", freiwillig als Götter in unser Leben integrieren, das steht für Harari ebenso fest wie einst für Mose die Zehn Gebote.

Der Gottesmenschsucher ist niemals um ein starkes Wort verlegen. Coca-Cola stelle ein weitaus größere Bedrohung für den Durchschnittsamerikaner oder -europäer dar als Al Qaida. Terrorismus gilt ihm als " reine Show", der Tod als Verbrechen gegen die Menschheit, weswegen man "totalen Krieg" gegen ihn führe. Bestimmte Fragestellungen - wie etwa jene, woher die ganze Energie für diese von Algorithmen beherrschte Welt kommen soll, lässt er aus. Auch zum Ende der Demokratie entwickelt der Autor starke Meinungen, die Populisten gefallen dürften. Menschen fühlten sich durch demokratische Wahlen nur dann gebunden, "wenn sie mit den meisten anderen Wählern eine grundlegende Beziehung verbindet". Fehle diese Gemeinsamkeit bei Meinungsverschiedenheiten, würden Wahlentscheidungen auch dann nicht akzeptiert, wenn man hundertfach überstimmt werde.

Zum Finale dann der "Dataismus", die Datenreligion, das Internet aller Dinge, das am Ende ins Universum ausgreifen werde. Gefühle gehen in den Ruhestand, und mit ihnen die ganze Menschheit: "Im Augenblick sitzt nur ein Kandidat im Empfangsraum der Geschichte und wartet auf ein Vorstellungsgespräch. Dieser Kandidat ist die Information. Die interessanteste Religion, die gerade entsteht, ist der Dataismus, der weder Götter noch den Menschen verehrt - er huldigt den Daten."

Harari schreibt auf den Schultern von Riesen, und er bedient ein Genre. Viele seiner Prognosen findet man in Romanen der Science-Fiction, 1985 hat Bruce Sterling in "Schismatrix" den Transhumanismus ausgemalt, in dem eine Hälfte der Menschheit mittels Gentechnik Gehirne manipuliert, die andere sich mit Computerhilfe zu Robotern umbaut. Dass man die nachmenschliche Zivilisationsentwicklung ab dem Punkt nicht mehr vorhersagen könne, ab dem die Technologie die Oberhand gewinnt, hat Vernor Vinge 1993 in dem Aufsatz "The Coming Technological Singularity" beschrieben. Zur gleichen Zeit betrat Raymond Kurzweil die Bühne, den Harari zitiert.

"Homo Deus" demonstriert über weite Strecken ein Denken, das sich hoch über den Dingen wähnt. Aber das Hochrechnen einer oder einiger weniger Tendenzen auf ein Zukunftsbild hat nichts mit dem Verlauf der Geschichte zu tun, die stets mehrgleisig fährt. Hararis Leistung bei dieser Form von Tendenzgeschichtsschreibung ist seine überschäumende erzählerische Wucht. Ob ein kreativer, widerspenstiger Kopf wie er in der Welt, die er hier wortreich entwirft, seinen Platz finden wird, ist nicht auszumachen. Aber es kann ja alles noch ganz anders kommen.

Yuval Noah Harari: "Homo Deus". Eine Geschichte von Morgen.

Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn.

C.H. Beck Verlag, München 2017. 576 S., Abb., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
1 Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche gekennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den gebundenen Preis eines mangelfreien Exemplars.

2 Diese Artikel unterliegen nicht der Preisbindung, die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Die jeweils zutreffende Alternative wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

3 Ihr Gutschein TONIE10 gilt bis einschließlich 31.03.2020. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein gilt nur auf Tonie-Figuren, Tonie-Transporter und Lauscher und nur solange der Vorrat reicht. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

4 Der gebundene Preis dieses Artikels wird nach Ablauf des auf der Artikelseite dargestellten Datums vom Verlag angehoben.

5 Der Preisvergleich bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers.

6 Der gebundene Preis dieses Artikels wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

7 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

10 Ihr Gutschein AUDIOZEIT15 gilt bis einschließlich 14.04.2020 und nur für die Kategorie Hörbuch Downloads und Hörbuch CDs. Der Gutschein kann mehrmals eingelöst werden. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

11 Ihr Gutschein PUZZLE20 gilt bis einschließlich 03.04.2020. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein ist nur gültig für die auf der Aktionsseite abgebildeten Puzzle der Marke Eurographics. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.