Um mit einem Zitat von Guru Robin Sharma zu beginnen (Buch auf Seite 62): "Alles wird zweimal erschaffen, zuerst im Geist und dann in der Realität"
Dan Brown hilft dem Geist auf jeden Fall mit seinem Erzähl- und Schreibstil, seiner unglaublichen Recherche und dem vielen Wissen eine Realität zu erschaffen die einen das Buch nicht lesen, sondern erleben lässt.
Dan Brown nimmt uns diesmal mit nach, durch und unter Prag.
Wie nicht anders zu erwarten, hatte ich am Ende des Buches das Gefühl mich in Prag mindestens so gut auszukennen, als wäre ich wirklich dort gewesen!
Zum einen auf der Suche nach der Noetischen Wissenschaftlerin Katharine Solomon, zum anderen auf der Flucht vor einem ziemlich schlecht gelaunten Leutnant der BIS kommt Robert Langdon mal wieder ganz schön herum.
Nie hätten Katherine und Robert gedacht das sie wegen eines noch nicht veröffentlichen Manuskripts der Neotischen Wissenschaftlerin so in Bedrängnis und Gefahr geraten und warum das alles? Was steht in Katherines noch nicht veröffentlichen Buch, dass sogar ihr Lektor von Penguin Random Hous in Gefahr gerät?
In diesem Buch treffen wir direkt auf drei Personen, die schon in früheren Werken Dan Browns vorkamen:
Robert Langdon, der auch in diesem Buch wieder die Hauptrolle spielt.
Die Noetische Wissenschaftlerin Katharine Salomon die schon in das verlorene Symbol mit Robert Langdon zusammen Rätsel gelöst hat.
Ebenso haben wir von Jonas Faukman, Lektor der Bücher von Robert Langdon, in dem Buch das verlorene Symbol gehört.
Weitere vielschichtige Charaktere und ein Golem spielen wichtige Rollen in den Verflechtungen und Ereignissen denen Robert Langdon begegnet.
Schon im Prolog nimmt mich Dan Brown mit und hat meine ganze Aufmerksamkeit.
Wie so typisch für die Bücher von Dan Brown, ist man am Ende des Buches auf jeden Fall klüger und gebildeterer als vor dem Buch.
Ob man nun etwas mehr aus Physik oder Neurowissenschaft mitnimmt, kulturell gebildeter ist und sich beim nächsten Prag Aufenthalt den Stadtführer spart.
Oder ob man über Sätze nach denkt wie "wie definierst du den Tod" (Seite 722) oder "Online bin ich ein körperloses Bewusstsein" (Seite 776) und anfängt sich die größte Frage aller Fragen zu stelle.
Man kann dieses Buch nicht lesen, ohne etwas mitzunehmen...
Auch wenn Dan Brown einen mit immensem Wissen füttert - welches man nicht in Gänze verstehen muss - ist dieses Wissen so verflochten mit der Geschichte, den Ereignissen und Rätseln, das es nicht langweilig oder langwierig wird. Ich liebe es auch im Lesen gefordert zu werden. Ja, man muss bei der Sache sein, wenn man das Buch liest, ein schnelles drüber fliegen verzeiht das Buch/ die Geschichte nicht.
Hat sie aber auch nicht verdient.
Zur Belohnung taucht man viel tiefer ein, versteht mehr, zieht Schlüsse, kommt des Rätsels Lösung näher, stellt sich Fragen
Ich bin immer wieder erstaunt; Wie viel Arbeit muss darin strecken so viel Wissen in einen Thriller zu verknüpfen, dem Leser dabei noch eine ganze Stadt näher zu bringen und den Spannungsfaden auf Spannung zu halten und weder den Faden noch die Aufmerksamkeit des Lesers zu verlieren.
Am Ende bleibt mir nur zu sagen: Ein Absolutes Highlight und eine unbedingte lese Empfehlung. Hoffentlich dauert es nicht wieder 6 Jahre bis zum nächsten Buch.
Ich bin und bleibe Fan der Bücher von Dan Brown.