Alles beginnt damit, dass Billie für ein Jahr nach Kanada geht, um hier ihrer großen Liebe James näher zu sein. Doch schon bald merkt sie, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Als sie dann noch von einem verschwundenen Mädchen erfährt, scheint ihre komplette Welt plötzlich verkehrt herum.
Ich wage zu behaupten, dass einige der aktuellen Jugendbücher nach dem gleichen Schema ablaufen: die große Liebe, etliche spicy Szenen und dazu oftmals eine Portion toxisches Verhalten. Dass hier die falschen Ideale vermittelt werden, ist nur allzu deutlich.
Daher finde ich es umso erfrischender, dass die Autorin nicht diesen Trend geht, sondern sich selbst treu bleibt. Zwar gibt es in diesem Buch auch eine Liebesgeschichte, jedoch werden die intimeren Szenen nur angedeutet und das Hauptaugenmerk liegt auf einer starken, selbstsicheren jungen Frau, die sich dem dominanten und narzisstischen Männerbild ganz klar entgegenstellt.
Doch ist es nicht das Einzige, was mich hier fasziniert hat. Denn Billie beweist uns, dass der erste Eindruck trügerisch sein kann und wenn wir den Menschen die Chance geben, ein Teil unseres Lebens zu werden, wir nicht immer eine Enttäuschung erleben.
Tristan hatte es mir auch sehr angetan, da er zwar sehr zurückhaltend ist, aber dennoch für die Menschen einsteht, die ihm wichtig erscheinen und bereit ist, bestimmte Grenzen zu überschreiten.
Bei der Geschichte handelt es sich aber auch nicht um eine reine Liebesgeschichte. Zu Beginn werden immer wieder einzelne Samen gestreut, die verdeutlichen, dass es ein Rätsel zu lösen gilt. Erst gegen Ende verdichten sich die Ereignisse und aus den Samen beginnt eine Pflanze zu wachsen.
Mir hat der Verlauf wirklich sehr gut gefallen, da sich alles sehr gut ineinander fügt und dadurch eine sehr flüssige und spannende Story entsteht, die interessant zu lesen ist.