Leider nicht für mich, ich wollte es lieben, aber musste mich durchkämpfen...
Ich hatte grosse Erwartungen an Katabasis, da ich von der Autorin schon viel Gutes gehört hatte, aber noch kein Buch von ihr gelesen habe.Dieses Buch durfte ich dann im Rahmen einer Leserunde hier im BookCircle lesen und war sehr gespannt. Allerdings hat sich mein erster Eindruck dann bis zum Schluss durchgezogen, nämlich dass ich mit dem Schreibstil (zumindest in diesem Buch) nicht viel anfangen kann. Dass die Geschichte direkt mit einem Höhepunkt startet und danach immer wieder Flashbacks eingewoben werden, darüber kann ich hinwegsehen. Auch die teilweise viel zu langen theoretischen Erklärungen die immer wieder mal kommen oder auch die sehr komplexen matemathischen und philosophischen Überlegungen mit vielen Andeutungen und Theorien usw. konnte ich irgendwann überlesen (da hätte man echt noch ein Nachschlagewerk dafür gebraucht, oder ich zumindest)....aber ich muss trotz allem sagen, dass ich das Buch wahrscheinlich nicht zu Ende gelesen hätte, wenn ich nicht bei der Leserunde dabei gewesen wäre. Es gab ein paar (wenige) interessante Nebenfiguren und immer wieder mal den Hauch von etwas Spannung, aber ich hätte nie gedacht, dass ich ein Buch über die Höfe der Hölle langweilig finden würde. Und leider blieben die Protagonisten für mich farblos, ihre Motivation kann ich bis jetzt nicht nachvollziehen. Weder die Motivation überhaupt in die Hölle abzusteigen noch alles was danach kommt. Und die plötzliche krasse Veränderung von Alice gegen Ende hin, sowie gewisse poentiell traumatische Ereignisse, die mit zwei Sätzen abgehandelt wurden, machen, dass ich alles nicht wirklich ernst nehmen kann, bzw. nie so ganz in die Geschichte gezogen wurde und es mir ziemlich egal war, was mit den Figuren passiert...etwas das sehr selten vorkommt bei mir. Ich bin sicher, dass dieses Buch viele Leser*innen begeistert...aber für mich war es leider nichts.