Frauenbuch im besten Sinne
Wie sagt man im Englischen so schön über manche Bücher: "It spoke to me". Ja, das tat dieses in der Tat so eindringlich (und das, obwohl hier dem Genre, der (wenn auch fiktionalen) Biographie, entsprechend, gleichmäßig und ohne große Spannungsbögen erzählt wird), dass ich das Gefühl hatte, alle Haupt- und Nebenfiguren bald im Innersten gut zu kennen. Allen voran Evelyn, die zwar alles von sich preisgibt, den Leser (und auch ihre Interviewerin Monique) dennoch aber nie wirklich an sich heranlässt. Am blassesten bleibt noch besagte Monique selbst. Oder sollte ich schreiben: "wird"? Denn zu Beginn ist sie durchaus greifbar, vermischt sich aber immer mehr mit Evelyn, ein Gefühl, das sie ja selbst auch schildert und sich beim Lesen spiegelt. Ein gelungenes Stück Literatur!