Ein Buch nicht zu beenden, erschien mir früher immer unhöflich: jemand möchte mit mir reden, und ich breche einfach das Gespräch ab. Lesen kam mir lange wie ein heiliger Akt vor, man geht ja auch nicht vorzeitig aus der Kirche, wenn einem die Predigt langweilt. Nein, ich bleib dran, in guten wie in schlechten Zeiten, bis das die letzte Seite uns scheidet.
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INHALT
Maike Winnemuth hat hier ein sehr persönliches Lesetagebuch geschrieben. Ich würde es Lesetagebuch beschreiben, weil es weder ein Sachbuch noch ein Roman ist und er eine kleine Aneinanderreihung von Lese - Anekdoten. Es geht vordergründig darum, was Bücher mit uns
EINDRUCK UND FAZIT
Was habe ich dieses Buch gern gelesen! Und ich habe festgestellt, dass ich mich den ganzen Tag mit diesen Themen beschäftigen könnte - was sind das für Bücher, was machen Sie mit uns, wie kann ich sie am besten ordnen, welche Gefühle lösen Sie in mir und in meinem gegenüber aus. Und warum genau liebe ich es so sehr zu lesen! Ich hab es genossen zu erfahren, was Frau Winnemut mag und liebt und natürlich auch mit mir selbst verglichen. Es ist kein Buch, was einem unbedingt neue Aspekte nahe bringt, aber ein Buch, was einem daran erinnert, warum man es so sehr liebt. Ein richtiges Wohlfühlbuch (und das lese ich nun wirklich selten)!
Leute, die Bücher mögen, sind mir sympathisch. Die verbindet Offenheit, Neugier, Interesse an Menschen. Das sind fragende. Leute, die immer einen Punkt machen, finde ich anstrengend. Ich mache lieber Fragezeichen. Seite 116