"Das Leben wurde letztendlich immer zu dem, was man daraus machte. Es hing alles von den Entscheidungen ab, die man traf, von den großen ebenso wie von den kleinen."InhaltLinus Baker ist ein engagierter Mitarbeiter der Behörde für magisch Begabte und arbeitet schon seit vielen Jahren dort. Er inspiziert Waisenhäuser, in denen Kinder mit magischer Begabung untergebracht sind und überprüft alles nach den Richtlinien und Verordnungen seiner Behörde. Diesmal bekommt er jedoch einen Sonderauftrag mit allerhöchster Geheimhaltungsstufe. Auf der Insel Marsyas lebt ein gewisser Mr. Parnassus mit seinen 6 Schützlingen ganz allein, eines seiner Pflegekinder soll der Sohn des Teufels höchstpersönlich sein. Linus fürchtet sich zwar etwas, ist aber durch und durch Sachbearbeiter und nimmt die ihm anvertraute Aufgabe sehr ernst. Doch nach 4 Wochen im Waisenhaus von Arthur Parnassus, fällt es Linus schwerer denn je, wieder in sein ödes, einsames Leben zwischen den Aktenbergen abzutauchen, wenn er bedenkt, wie viel Ungeheuerlichkeiten ihn auf der Insel erwartet haben und wie diese magischen Kinder sein Leben komplett umgekrempelt haben ...MeinungDieses Buch habe ich für die Themenchallenge 2026 auf lovelybooks gelesen - cozy Fantasy ist normalerweise keins meiner bevorzugten Genres und wird es vermutlich auch nicht werden, doch nachdem meine Freundin von diesem Buch total begeistert war, wollte ich zumindest mal testen. Die Geschichte hier ist wirklich sympathisch auf ganzer Linie. Die Handlung zeigt immer das Gute im Menschen, macht deutlich, wie wertvoll Unterstützung und Zuwendung sein kann und das Vorurteile nicht immer auf Wahrheiten basieren. Es liest sich locker und leicht und ist schon für junge Leser geeignet. Die Magie ist hier sehr präsent, weckt aber nur das Interesse für die Individuen im einzelnen. Auch die beiden Hauptprotagonisten agieren liebevoll und ehrlich, führen manch philosophisches Gespräch und entdecken nach und nach immer mehr Gemeinsamkeiten. FazitDieser erste Band eines mir bis dato unbekannten Autors führt auf eine kleine Insel, auf der sich Sonderlinge verstecken, weil sie befürchten anderswo nur Argwohn zu wecken. Mit Hilfe eines Unbekannten, der bisher weder Freude noch Liebe erfahren hat, schöpfen sie Kraft, um sich ihren Ängsten zu stellen und weichen gleichzeitig seine Einsamkeit auf. Die Idee und den Grundtenor des Buches empfinde ich sehr positiv und ich empfehle dies gern auch einer kindlichen Leserschaft, weil sich alles wunderbar fügt: Menschen wachsen über sich hinaus, übernehmen Verantwortung und finden ihr ganz persönliches Glück, wo sie es nie vermutet hätten. Das Gute im Menschen wird zum zentralen Aspekt der Erzählung und lässt kleine Wunder wahr werden.