das Schicksal vieler Folgeromane gilt auch hier, die Geschichte hat keinen eigenen Reiz, wirkt auserzählt, voller Wiederholungen
Ein Fortsetzungsroman zu " Das Licht in den Wellen"Inge Martensen, eine betagte Dame, ist mit ihrer Urenkelin Swantje mit dem Schiff nach New York gereist und an Land gegangen. Empfangen wird sie von Freunden und Familie, alle gut situiert und erfolgreich.Die Handlung ist grob geliedert in zwei Zeitzonen, die Einzelerinnerungen dann durch Jahreszahlen als Kaptielüberschrift noch einmal verdeutlicht. Weitgehend wird das Leben von Inge Martensen im Rückblick geschildert, ein Lebensabschnitt mit einer neuen LIebe. Bekannte Figuren tauchen ebenfalls auf. Wie auch in dem vorherigen Buch gelingt es dem Autor nicht, seine Figuren glaubwürdig zu machen, Sie und die ihnen beigegebene Lebensdramatik bleibt sehr oberflächlich, und löst sich spurlos zum Guten auf.Die Feier in New York zu dem hundertsten Geburtstag von Inge Martensen schließt diese Handlung ab.Insgesamt entsteht für mich der Eindruck einer Sammlung von Ideen zu Nebenhandlung,en die dann in die Erzählung gepresst werden und nicht zu Ende gedacht wurden Das Buch erweckt somit den Eindruck von Flüchtigkeit, die zudem durch eine oberflächliche Recherche und ein nicht ausgefeiltes Lektorat verstärkt werden. So wird auf S 86 Guiseppe Antonio Borgese( bekannter Literaturprofessor und Schriftsteller) eine Ehe mit Erika Mann zugeordnet, wobei ein schneller Blick, wenn auch nicht in Sekundärliteratur, sondern allein in Wikipedia gereicht hätte, um dies zu korrigieren. Professor Borgese war tatsächlich mit der deutlich jüngeren Elisabeth Mann verheiratet.Ebenso befremdlich ist die bagatellisierende Schilderung einer Spielsucht, der Gewinn einer höheren Summe scheint das Suchtverhalten von Tom Martensen beendet zu haben.Das dies weit von der Realität entfernt wird, wird weder vom Autor noch durch das Lektorat angemerkt.Ein Unterhaltungroman,der diesmal nicht unterhält, sondern eher verärgert. Schade um die Lesezeit.