Marveller werden mit einem Licht im Inneren geboren. Sie können magische Meisterleistungen vollbringen. Fabulierer werden mit einem Zwielicht im Inneren geboren mit dem sie eine Verbindung zu Verstorbenen herstellen können und Beschwörungen wirken. Diese Verbindung zur Dunkelheit hat bei den Marvellern keinen guten Ruf. Ella ist seit langer Zeit die erste Fabuliererin die zu den Marvellern gehört und im Arkanum angenommen wurde. Im Internat macht man es ihr deswegen nicht gerade leicht. Als Ellas Mentor verschwindet und eine gefährliche Verbrecherin aus dem Gefängnis entkommt, versucht Ella mit Hilfe ihrer neuen Freunde herauszufinden was genau vor sich geht. Meine Meinung:Das Buch startet mit viel Unbekanntem. Ein neues Magiesystem, neue Zauber, neue Schule, viele neue Schüler, neue Bräuche und Geheimnisse die man nicht versteht. Das alles wird dem Leser anfangs ohne große Erklärung serviert. Die gibt es erst später. Für mich war das zu viel aufeinmal und hat mich erstmal etwas überfordert. Ich musste alles sehr aufmerksam und langsam lesen um alles aufnehmen zu können. Auch an die etwas steife und komplizierte Erzählweise musste ich mich erstmal gewöhnen. Aber dann gab es doch vieles das mich fasziniert hat. Also ließ ich mich auf die Geschichte ein. Und das war gut so.Denn das Buch steckt voller schöner Ideen. Wie zum Beispiel Seilbahnen mit denen man zu den Klassenzimmern fährt, Sternenvölkler mit Katzenohren und dunkelblauem Fell, kuschelige und sprechenden Wombies, die Dunkelwelt mit Todesdoggen, der Flaschenbaum, Und die Sternenpost die von flatternden Sternen getragen wird, und vieles mehr. Es gibt einige Geheimnisse die man unbedingt lösen möchte. Manche werden im Verlauf der Geschichte aufgedeckt, andere nicht. Die meiste Zeit begleitet man Ella und erlebt alles aus ihrer Perspektive. Zwischendurch erfährt man aber auch was die gefährliche Gia gerade tut. Die Charaktere werden bildhaft beschrieben, sodass man sie sich gut vorstellen kann. Die Protagonisin Ella ist oft sehr unfreundlich. So richtig sympathisch ist sie mir daher nicht. Brigit und Jason haben mir da schon besser gefallen. Ebenso mochte ich den mysterösen Master Thakur.Auch wenn die Lösung des Haupträtsels eigentlich schnell klar wird, ist die Geschichte immer wieder spannend und überraschend. Die Autorin hat eine große und faszinierende Welt erschaffen. Aber vieles davon wird leider unzureichend erklärt, daher kann man es nicht richtig erfassen. Auch die geschichtlichen Ereignisse sind nicht alle beschrieben. Vieles wird nur angerissen. Im Kopf der Autorin ist sicher alles gut ausgearbeitet, aber als Leser begreift man das Ganze nicht so richtig. Genderworte wie: Sier, siese, haben das Lesen ein bisschen erschwert. Ich dachte erst das wären Schreibfehler. Für die Geschichte war das auch überhaupt nicht relevant, man hätte es einfach weglassen können. Gestaltung: Ich finde das Cover sehr gelungen. Im Vordergrund ist Ella zu sehen und im Hintergrund sind Wolken und der Mond dargestellt. Das passt wunderbar, denn das Arkanum befindet sich über den Wolken. Die Schrift sieht richtig magisch aus, vor allem mit den schönen Verzierungen drum herum. Im Inneren des Buches findet man vereinzelte schöne Schwarz-Weiß Illustrationen und eine tolle Weltkarte die das Leserherz höher schlagen lässt.