Abgedroschen, Überzogen, Leider komplett die Pointe verfehlt¿
In Iron Widow geht es um unsere Hauptcharkterin Zetian, welche sich gegen das System auflehnt in das sie reingeboren wurde. Sie versucht ihre Position zu nutzen um eine Entwicklung voranzutragen, scheitert meines Erachtens jedoch kläglich..Der Wille war da aber leider wirkte der Ansatz der Repräsentation verschiedener Liebeskonstellationen oder Geschlechterrollen und Normen sehr erzwungen und aufgesetzt. Es wirkte oft schlechthin einfach ¿cringey¿.Auch die Female Rage, die ich mir in diesem Buch versprochen habe, war lediglich blinde, unüberlegte Wut und Feuer wurde mit Feuer bekämpft. In die durchaus interessante Welt ist nicht viel Hintergrundwissen geflossen und das Charakterdevelopment von Zetian blieb fast gänzlich aus. Alles in Allem ist der Inhalt sehr oberflächlich geblieben. Liebesszenen wirkten ¿gerushed¿ und teils weit hergeholt, als müsse man auf kürzester Strecke möglichst viel verpacken. Es war schwer eine Verbindung aufzubauen, es fehlte einfach an Tiefe.Ich hatte mir ein Buch gewünscht mit einer starken, feministischen Frau, welches mich sprachlos und inspiriert zurücklässt. Das einzige was jedoch bei mir hängengeblieben ist, ist Verwirrung und Enttäuschung. Meines Wissen nach war dies das 1. Buch der nonbinären Autorin. Ich mochte ihren Schreibstil trotz allem sehr gerne und hatte Spaß daran weiterzulesen. Ich werde mit Sicherheit nochmal zu einem aktuelleren Buch von ihr greifen und mir ein weiteres Bild ihrer Werke machen.