Diamond ist noch jung, als ihr Vater plötzlich spurlos verschwindet. In ihrer ohnehin schwierigen Lebenssituation, geprägt von Rassismus und Ausgrenzung, bleiben sie und ihre Mutter zurück. Während Gerüchte über den Verbleib des Vaters kursieren, verschärft sich die finanzielle Not der kleinen Familie. Diamond versucht, ihre Trauer und Leere mit Essen zu kompensieren, wodurch sie zusätzlich zur Zielscheibe für Angriffe wird. Doch sie beginnt, sich gegen die Umstände aufzulehnen und nach einem Weg aus ihrem vorgezeichneten Leben zu suchen.Die Geschichte von Diamond ist durchaus berührend und zeigt eindrücklich, wie sehr Ausgrenzung und Rassismus ein Leben prägen können.Der Einstieg fiel mir allerdings nicht ganz leicht. Die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel haben mich zunächst etwas aus dem Lesefluss gebracht. Mit der Zeit fand ich besser in die Geschichte hinein und konnte auch zunehmend mit Diamond mitfühlen. Trotzdem hat mich der Roman leider nicht ganz so stark gepackt, wie ich es mir gewünscht hätte."Swift River" ist für mich ein interessantes Debüt mit einem spannenden Ansatz und viel Potenzial. Ganz ausgeschöpft wurde dieses meiner Meinung nach noch nicht. Dennoch bin ich neugierig, welche Geschichten Essie Chambers in Zukunft noch erzählen wird.