Jordan ONeill ist ein eher unsicherer, leicht überforderter Bibliothekar, der sich im Leben oft fehl am Platz fühlt. Auf Anraten seiner besten Freundin besucht er eine Selbsthilfegruppe für Asexualität und trifft dort auf Hennessy, den charismatischen Leiter der Gruppe. Zwischen kurzen Begegnungen im Bus, gemeinsamen Gesprächen und vorsichtigen Annäherungen entwickelt sich dabei langsam eine besondere Verbindung zwischen den beiden. Dabei geht es nicht nur um Gefühle, sondern auch um Selbstakzeptanz, Identität und den eigenen Platz in einer oft missverstehenden Welt.
Dieses Buch überrascht auf eine sehr angenehme Weise, denn was zunächst wie eine leichte, humorvolle Geschichte wirkt, bietet schnell eine bemerkenswerte emotionale Tiefe. Vor allem die sensible und authentische Darstellung von Asexualität ist dabei hervorzuheben, da sie hier nicht nur thematisiert, sondern wirklich greifbar gemacht wird. Die Figuren wirken lebendig und nahbar, allen voran Jordan, der mit seiner nervösen, leicht chaotischen Art immer wieder für humorvolle Momente sorgt, gleichzeitig aber auch eine große Verletzlichkeit zeigt. Die Dynamik zwischen ihm und Hennessy ist ruhig, fast zart erzählt und die Love Story kommt ohne große Dramatik aus und kann gerade dadurch überzeugen. Auch die Nebenfiguren und Dialoge tragen viel zur Atmosphäre bei. Der Humor ist schlagfertig, durchzogen von Nerd-Kultur und literarischen Anspielungen, was dem Ganzen eine besondere Leichtigkeit verleiht. Gleichzeitig schafft es die Geschichte, wichtige gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen, ohne belehrend zu wirken.
Eine warmherzige, kluge und berührende Geschichte über Identität, Akzeptanz und leise Liebe. Der Roman überzeugt durch seine authentischen Figuren, dem feinen Humor und seiner wichtigen, einfühlsamen Thematik.