Die Welt im Untergrund nach einem anfangs nicht näher bestimmten verheerenden Atomkrieg. Wir befinden uns in der Metro unterhalb Moskaus, wo es Menschen geschafft haben, den atomaren Schlag zu überleben und nun um ihr Fortbestehen zu kämpfen. Mittendrin steckt Artjom, der auf eine scheinbar aussichtslose Mission geschickt wird, die ihn durch weite Bereiche des von verschiedenen, extremen Gruppierungen bevölkerten unterirdischen Netzes führt. Und als böte der Mensch selbst nicht genug Gefahren, lauern auch noch ganz andere auf ihn.Das Setting ist irrsinnig gut. Die Vorstellung, einen Atomkrieg in der U-Bahn zu überleben und an den Untergrund gebunden zu sein, weil einen an der Oberfläche die Strahlung zersetzt, ist beängstigend. Dazu die dauerhafte Gefahr durch mutierte Wesen und andere Gefahren, die sich aus den Tunneln nähern. Guten Tag, dystopischer Albtraum.An manchen Stellen war es mir allerdings ein wenig zu nebulös, zu uneindeutig, zu fantastisch, was ich in dem Setting nicht erwartet hatte. Trotzdem war die Atmosphäre spürbar drückend, kalt und düster. Ein Umstand, den auch der Schreibstil des Autors begünstigt. Er unterstützt die emotionale Kälte, die sich ausbreitende Unmenschlichkeit und eine gewisse Abgestumpftheit.Insgesamt eine intensive Leseerfahrung, die mich definitiv dazu verlockt, auch die nachfolgenden Bände 2034 und 2035 zu lesen, um weiter in diese toxische Welt einzutauchen.Ich kann das Buch allen empfehlen, die es dystopisch, teils skurril und destruktiv mögen. Hier werdet ihr auf eure Kosten kommen!