Sarah Lark weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt. Ich bin immer wieder begeistert!
Wie in anderen Trilogien von Sarah Lark üblich, begleitet der Leser oder die Leserin im 3. Band der "Feuerblüten"-Trilogie die nächste Generation, in Form von Aroha (Tochter von Linda und Fitz, Ziehtochter von Franz), Robin (Sohn von Cat und Chris) sowie Mara (Tochter von Mara, Ziehtochter von Eru). Das Buch ist in sich abgeschlossen, es kann unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden. Ein Stammbaum am Anfang des Buchs hilft dabei zu verstehen, wer wie mit wem verwandt ist. Ich habe jedoch zuvor die Bände 1 und 2 gelesen.Am sympatischsten war mir Aroha, die schon in jungen Jahren einen harten Schicksalsschlag verkraften muss als bei einem Zugunglück ihr Freund Matiu stirbt. Sie glaubt, dass ein Fluch auf ihr lastet und jeden tötet, in den sie sich verliebt. In den folgenden Jahren widmet sie sich daher eher ihrer Karriere als Übersetzerin im aufstrebenden Tourismus Neuseelands. Als sie sich wieder öffnet, schlägt das Schicksal jedoch erneut zu.Robin und Mara haben zwar beide ihre Highlights, man möchte sie aber beide zwischendurch immer wieder schütteln. Mara kommt ganz nach ihrer Großmutter Jane und würde am liebsten Wirtschaftswissenschaften studieren. Sie stellt das Wohl einer Firma stets in den Vordergrund und will das menschliche Leid dahinter scheinbar nicht sehen. Robin hingegen träumt davon, ein großer Schauspieler zu werden. Er hat auch Talent, doch leider ist dies kein Ausbildungsberuf. Er heuert schließlich bei einer Companie an, doch dort muss er feststellen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Dabei lebt er häufig in seiner eigenen Welt und wirkt auch mit zunehmenden Alter immer sehr naiv.Insgesamt begleiten wir die drei über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren. Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Figuren aus vorherigen Bänden. Auf manche hätte man gerne verzichtet. Schade fand ich, dass Ida und Karl kein einziges Mal vorkommen. Das hätte ich mir gewünscht, aber es ist jammern auf sehr hohem Niveau. Denn Sarah Lark versteht es einfach immer wieder, großartige Bücher zu schreiben. Obwohl das Buch über 800 Seiten hat und sich vielen Themen widmet, bin ich nur so durch das Buch geflogen. Es wird nicht langweilig, auch wenn das Buch wieder sehr detailreich, im Gegenteil. Selbst wenn man denkt, man wüsste, was nun passieren müsste, ändert sich doch wieder was anderes. Neben der fiktionalen Geschichte lernt man Dinge über Maori, die zunehmende Industrialisierung (inkl. Probleme dazu), Schauspielerei, aufstrebenden Tourismus und die "Chinesenfrage", wobei es um Diskriminierung rund um geflüchtete Chinesen handelt. Ein wunderbarer Abschluss einer wunderbaren Trilogie!