Klappentext:"Der Dalai Lama ist ein Meister im Umgang mit dem Dosenöffner", weiß die Katze Seiner Heiligkeit. Dass er zudem einer der wichtigsten spirituellen Führer der Welt ist, findet sie durchaus angemessen ... Auf leisen Pfoten und auf höchst vergnügliche Weise vermittelt die Hauskatze in Dharamsala die ganze Fülle buddhistischer Lebensweisheit. Eine bezaubernde Lektüre für Menschen, die Glück und Sinn suchen, für Katzenliebhaber und alle, die wissen wollen, warum der Dalai Lama kein Fan von toten Mäusen ist. Meine Meinung:Als ich Die Katze des Dalai Lama 2019 zum ersten Mal gelesen habe, war es für mich etwas ganz besonders. Damals mochte ich die Mischung aus warmem Humor und leiser Weisheit schon sehr, aber erst beim erneuten Lesen jetzt wurde mir bewusst, wie viel Tiefe zwischen den Zeilen steckt. Es ist eines dieser Bücher, die mit den Jahren nicht verblassen, sondern an Bedeutung dazugewinnen, weil man mit einem anderen Blick zurückkehrt.Die Geschichte aus der Perspektive der kleinen Katze zu erleben, fühlt sich für mich an wie ein vertrautes Gespräch. Sie ist neugierig, manchmal ein wenig eingebildet, manchmal unsicher, aber immer voller Herz. Und gerade das macht sie so menschlich. Es ist, als würde sie uns mit jeder Beobachtung einen Spiegel hinhalten, ohne uns jemals zu verurteilen. Ihre Stimme ist leicht, verspielt und gleichzeitig überraschend weise.Was mich diesmal besonders bewegt hat, ist die Ruhe des Buches. Obwohl ständig Menschen aus aller Welt auftauchen, obwohl große Themen wie Glück, Achtsamkeit und Mitgefühl angesprochen werden, bleibt alles sanft erzählt. Es gibt keinen Druck, keine moralische Keule, nur kleine Momente, die sich im Kopf und im Herzen festsetzen. Ein Gespräch über Ärger, ein stiller Blick aus einem Fenster, eine Begegnung, die einen Gedanken verändert. Diese Momente fühlen sich an wie Atempausen vom Alltag.Beim erneuten Lesen habe ich auch gemerkt, wie sehr die Katze selbst wächst. Am Anfang ist sie noch beeindruckt von Glanz und Aufmerksamkeit, später erkennt sie, worauf es wirklich ankommt. Dieses leise innere Lernen hat mich diesmal viel stärker angesprochen, weil es sich so natürlich anfühlt. Kein großer Wendepunkt, sondern viele kleine Lichtpunkte, die sich allmählich zu einem warmen Gefühl zusammensetzen.Fazit:Für mich ist das Buch ein Wohlfühlort. Es ist eines dieser Bücher, die man aufschlägt, wenn man ein bisschen Frieden braucht. Und beim Lesen habe ich gemerkt, dass ich selbst mich verändert habe. Mit der Zeit sieht man manche Dinge eben anders, und genau das spürt man in diesem Buch.