Zu blumiger Schreibstil, zu langatmig
Ich habe dieses Buch aufgrund diverser Empfehlungen gelesen, leider hatte ich offenbar zu große Erwartungen. Der Schreibstil störte mich am meisten - blumig, ausufernd, Schachtelsätze, anstrengend zu lesen. Zudem war der Spannungsbogen recht flach, dies gepaart mit besagter ausschweifender Erzählweise störte den Lesefluss erheblich. Das Buch konnte mich einfach nicht abholen. Das Setting ist toll und die Geschichte hätte wirklich gut werden können, hätte die Autorin darauf verzichtet, immer wieder und wieder die gleichen Begebenheiten aufzugreifen. Gefühlt wurde alles mögliche diverse Male wiederholt. Ich konnte mich mit keinem der Charaktere wirklich anfreunden, sie blieben seltsam blass. Adam in seiner ganzen Art war fast genauso nervtötend (ein Mann der für sich selbst nicht einstehen kann und sich permanent manipulieren lässt ist nun wirklich nicht allzu sympathisch) wie seine Frau. Die allerdings toppte alles mit ihrer seltsamen Art. Von Facettenreichtum keine Spur. Irgendwie war das Ende recht absehbar, sollte wohl überraschend kommen - allerdings war ich schon zuvor zu gelangweilt um mich darauf dann tatsächlich noch einlassen zu können. Es wirkte auch zu schnell herbei geführt - so als hätte die Autorin gemerkt, dass sie sich schon zu lange auf der Stelle bewegt und der Leser nun endlich mal einen "Schocker" braucht. Das war in meinen Augen alles zu konstruiert, wenn auch nicht wirklich gut durchdacht und alles in allem zu langatmig, zu unsympathisch, zu blass. Es ist eines dieser Bücher, die man liest und sich dann schon wenige Monate später nicht mehr erinnern kann, worum es eigentlich ging. Ergo nichts besonderes. Kann man lesen, muss man aber auch nicht.