Würde vielleicht eher mit einem anderen Buch der Autorin starten, dieses hier war mir zu beladen mit Klischees.
Doris R. Thomas bekommt nur deshalb 2 Sterne von mir, weil sie einfach Marketing durchgespielt hat. Natürlich bin ich durch ihre Reels auf sie und ihre Bücher aufmerksam geworden und wollte mal reinlesen, wer mich da so anschreit, endlich ihre Bücher zu lesen. In "verliebt in Greenkenny" geht es um Simone, die sich aus ihrer Komfortzone herauswagt und eine spontane Reise nach Irland bucht. Dort lernt sie dann, ebenso spontan, Tyler kennen und der turbulent-klischeebeladene Liebesroman nimmt seinen Lauf. Teilweise erschien mir dieser Roman wie ein einziger Fiebertraum. Stressputzen, Ängste unrealistisch schnell überwinden, hölzerne Dialoge und eine Beziehung, bei der man leider nicht genau erfährt, warum die beiden sich jetzt eigentlich mögen, werden hier gepaart mit einer außergewöhnlichen Erzählweise von etwas, das man liebevoll "tell, don't show" nennen mag. Immer, wenn ich als Leserin zwischendurch darauf hingewiesen wurde, wie viel Zeit eigentlich vergangen ist - und das halt nicht dadurch, dass man wirklich "dabei" ist, wie Simone Dinge tut und erlebt, sondern einfach da steht, wie viel Zeit vergangen ist - war ich kurz etwas verwirrt, was ich als Leserin anscheinend alles verpasst habe. Etwas, das sich so liest, als wäre es an zwei Tagen passiert, hat dann doch zwei Wochen in Anspruch genommen. Auch mit den einzelnen Charakteren bin ich nicht so richtig warm geworden und konnte ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen. Viel hat hier für mich einfach nicht richtig zusammengepasst, zum Beispiel die Dynamik zwischen Simone und ihrer besten Freundin (besonders diese eine Stelle als ihre beste Freundin sie besucht und Simone denkt, sie würde sich an Tyler ranmachen?? What the hell?). Über die anderen sehr sonderbaren Ereignisse, die in diesem Buch passieren, will ich gar nicht viel verraten, aber wenn das Buch eins hält, was es verspricht, dann vor allem: es ist turbulent.Alles in allem habe ich das Gefühl, dass ich vielleicht einfach nicht die richtige Zielgruppe für dieses Buch bin. Mir war das Ganze dann doch etwas zu klischeehaft. (wie gesagt: Stressputzen; das ist für mich einfach nicht mehr zeitgemäß. Bitte lasst Frauen einfach was anderes machen, wenn sie gestresst sind, das wäre sehr angenehm.)