Tolles Setting, aber die Geschichte hätte noch mehr Potenzial gehabt
Der Riss stand schon sehr lange auf meiner Lesewunschliste und endlich habe ich dieses Werk vom SUB geholt. Das Cover ist wirklich auffällig und meiner Meinung nach wunderschön. Ja, man soll ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen, aber ich gebe es zu: Solche Cover ziehen mich einfach magisch an. Doch um was geht es denn eigentlich in diesem Thriller? Antonia reist in die Antarktis und die Vulkane dort sind nicht das Einzige, was sich untersuchen möchte. Ihr Bruder ist ein paar Wochen zuvor im ewigen Eis verschwunden und Antonias größter Wunsch ist, ihn zu finden. Aber sie muss bald vorstellen, dass irgendwas in der Forschungsstation nicht stimmt und ihr Bruder wohl eine phänomenale Entdeckung gemacht hat, die ihn womöglich das Leben gekostet hat. Mein Eindruck vom Buch:Ich habe leider lange gebraucht, um richtig reinzukommen. Die Kapitel sind zum Glück kurz, so dass es sich schnell weglesen lässt. Ich hatte meine Schwierigkeiten mit Antonia und fand ihren Charakter einfach nur nervig, selbstgerecht und enorm egoistisch. Ein paar Begebenheiten waren mir zu konstruiert, z. B. dass Antonia bereits beim zweiten Versuch ein Passwort von jemanden knackt, den sie überhaupt nicht kannte. Das war mir dann doch etwas zuviel des Guten. Arno war mir nur minimal sympathischer, generell fand ich die Protagonisten sehr farblos. Am Meisten hat mir da noch gefallen, dass Arno Gedichte las. Ich war sehr froh darüber, dass dieses Werk nicht in der Ich-Version geschrieben wurde, denn ich glaube, da hätte ich mich dann noch schwerer getan. Gelungen fand ich aber den Aufbau des Buches. Der Leser trifft immer wieder auf eine Person in der Forschungsstation, die (mitunter) hinter all dem steckt und als die Identität dieser Person aufgedeckt wurde, war ich doch überrascht. Zum Schluss fand ich die Geschichte auch echt noch spannend, nur leider etwas zu spät. Fazit:Ich finde diesen Thriller solide für zwischendurch, aber leider nichts, was mir im Gedächtnis bleiben würde. Grandios fand ich die wahren Hintergründe über die Antarktis, z. B. war mir vollkommen neu, dass so viele Vulkane dort schlummern.