Als Fan von "Fourth Wing" und Folgebänden war ich sehr gespannt auf "Dragon Games", da der Klappentext mit einen ähnlichen Vibe vermittelt hat. Leider blieb das Buch hinter meinen Erwartungen zurück. Warum?Die Charaktere waren sehr flach. Der "Bad Boy" verwandelt sich von der einen auf die andere Sekunde in ein zahmes Schoßhündchen- Einfach als wäre ein Schalter umgelegt worden, einfach nur weil er sich Hals über Kopf direkt in der ersten Sekunde in die Protagonistin verliebt hat. Öde! Die Protagonistin hat eigentlich ein klares Ziel - Drachenritterin zu werden und ihren eigenen Drachen zu haben (den sie immer "mein Mädchen" nennt... kotz). Doch natürlich kommt dann der schöne James und auf einmal verliert sie ihr Ziel vor Augen und auch eigentlich das, was wichtig ist, für sich, für das Land und für die Drachen. Das Worldbuilding ist leider nicht überzeugend. Ich liebe den Mythos rund um Drachen wirklich. Aber hier gibt es so viel verschenktes Potential. Irgendwie können Menschen mit Drachen kommunizieren. Aber es wird nie erklärt, wie genau das überhaupt funktioniert. Durch Gedanken, Gefühle, Körpersprache oder etwas ganz anderes? Mir fehlt hier die Sicht der Drachen und wie genau sie auf Menschen reagieren und die Beziehungen zu ihnen aufbauen. Das bleibt alles sehr oberflächlich.Der Plot war leider die meiste Zeit so vorhersehbar für mich. Daher hab ich mich stellenweise gelangweilt. Wo war die Spannung, das Unerwartete, mir fehlten hier sogar Erläuterungen zur politischen Lage (obwohl ich sowas meistens eher langweilig finde, hätte das hier dem Worldbuilding gut getan). Es war stellenweise von Krieg die Rede... aber dann kam wieder James und der öde Romance-Anteil, der in iesem Buch zu schwer wiegt.Oftmals fand ich auch so viele Handlungen der Figuren extrem unlogisch. Und die Kämpfe der Drachen haben sich gefühlt auch immer wiederholt.Ich hab hier wirklich Potential gesehen, aber die Folgebände werde ich mir nicht antun. Sorry.