Eine durchaus gelungene Neuinterpretation der mythologischen Figur Persephone
Dies ist eine Nacherzählung des Mythos von Hades und Persephone, wie man sie oft sieht, aber sie durchweg anders. Sie hält sich recht gut an die griechischen Mythen und die Eigenschaften der Götter, daher wird sie also nicht völlig neu interpretiert. Was ich großartig und originell finde, ist, dass wir den Mythos aus einer kritischen und feministischen Perspektive noch betrachten. Die Heldin erkennt die problematischen Verhaltensweisen einiger Götter, insbesondere Zeus, der stark kritisiert wird und das ist ziemlich erfrischend! Es wird hervorgehoben, dass das Leben der Frauen in der griechischen Mythologie nicht einfach war, sie wurden Gewalt ausgesetzt und auf ihre Rolle als Frau herabgesetzt. Das bedeutet nicht unbedingt, dass es für die Männer einfacher ist, die die Folgen des Krieges erleben (Trauma) oder sie sehr männlich sein müssen. Ich fand es trotz einiger Längen gelungen, dass die Figuren, insbesondere die Heldin, in der Lage sind, eine kritische Meinung über ihre Gesellschaft zu äußern.