Buch aufgeschlagen, einmal geblinzelt und zack schon war ich durch.
So kurz hat sich das Lesen dieses Buches angefühlt.
Tatsächlich habe ich die gesamte sechsstündige Rückfahrt aus Dresden damit verbracht, den neuesten Fall der fünf Naturtalente zu verschlingen.
Wenn Raststättentoiletten nicht immer so eklig wären, hätte ich das Buch auch dorthin mitgenommen, um das Lesen nicht unterbrechen zu müssen.
Schon nach den ersten Kapiteln war klar: Dieser Fall würde alles übertreffen, was die fünf Naturtalente bisher erlebt hatten.
Weitreichender, verstrickter, gefährlicher und vor allem mit Konsequenzen, die ich niemals hätte kommen sehen.
Die Handlung hält durchgehend ein konstant hohes Spannungsniveau und überrascht immer wieder mit unerwarteten Wendungen.
Ich weiß gar nicht, wie die fünf Naturtalente all die neuen Enthüllungen, die ihr Leben auf den Kopf stellen, so gut verkraften konnten.
Ich als Leserin war jedenfalls kaum in der Lage, sie zu verarbeiten.
Zwischenzeitlich hatte ich kurz Angst, dass man genauso schlau wie Sloan sein muss, um die Ermittlungen zu verstehen.
Glücklicherweise muss man das nicht sein.
Selbst wenn man bei den ganzen mathematischen Berechnungen und der Fibonacci-Folge nicht ganz durchsteigt (so wie ich), verpasst man nichts Entscheidendes.
Man entwickelt höchstens noch mehr Respekt für Sloan und ihre Fähigkeit, solche Muster zu erkennen.
Außerdem steht Sloan nicht nur wegen ihrer besonderen Fähigkeiten im Fokus, sondern auch, weil sie in Las Vegas mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.
Wenn es mit dieser Steigerung von Band zu Band so weitergeht, muss ich mir für den nächsten Teil das Finale noch Beruhigungstabletten besorgen.
Ich bin sehr gespannt, wie es nach diesem nonchalant eingebauten Cliffhanger weitergehen wird.