Wieder ein tolles Buch mit einem Hauch Magie!
Nach "Der verschwundene Buchladen" war "Die Geschichtensammlerin" mein zweites Buch von Evie Woods und ich war ehrlich gesagt richtig gespannt, ob mich die Autorin wieder so einfangen kann. Spoiler: Sie konnte!Wir bewegen uns auf zwei Zeitebenen: In der Vergangenheit begleitet man Anna, ein irisches Bauernmädchen, das einem amerikanischen Besucher hilft, alte Feensagen zu sammeln und zu übersetzen. In der Gegenwart flieht Sarah aus ihrem Leben in New York an die raue Westküste Irlands in ein kleines Dorf, in dem sie niemanden kennt. Als sie durch Zufall Annas Tagebuch in einem Baumstamm entdeckt, beginnen sich die beiden Geschichten immer enger miteinander zu verweben.Ich mochte diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart sehr. Während Sarah mit ihren inneren Dämonen kämpft und in Irland langsam wieder zu sich selbst findet, wird Annas Geschichte zunehmend intensiver und tiefgründiger. Gerade ihre Entwicklung hat mich im Verlauf des Buches immer mehr gepackt.Die irische Landschaft, das kleine Dorf, der Hauch von Feenmagie: all das sorgt für dieses warme, leicht mystische Gefühl beim Lesen und so ist es ein echter Wohlfühlroman. Wer irische Mythen liebt und auf der Suche nach einer seichten Geschichte mit einer Prise Magie ist, der wird hier definitiv glücklich. Eine zarte Liebesgeschichte gibt es außerdem noch obendrauf. Der Schreibstil ist bildhaft und angenehm flüssig, die Figuren sind sympathisch und greifbar. Man taucht mühelos in die Geschichte ein und lässt sich einfach treiben. Das Ende bringt noch einmal Spannung hinein und verbindet Magie mit der Realität auf eine berührende Weise.Auch mein zweites Buch von Evie Woods hat mich überzeugt. Man bekommt hier eine atmosphärische und magische Geschichte, die perfekt für gemütliche Lesestunden ist. Klare Leseempfehlung. 4/5 Sternen¿